Im Kampf gegen Keime - Neue Helmstedter
10. Februar 2020
Gesundheit

Im Kampf gegen Keime

Elf Pflegeheime im Landkreis Helmstedt bekommen das Hygienesiegel überreicht

Die Alten- und Pflegeheimleiter sowie die Vertreter der Kreisverwaltung feierten die Übergabe des Hygienesiegels im Helmstedter Gesundheitsamt. Foto: Lüer

Helmstedt. Mundschutz, Handschuhe, Desinfektionsspray, Kittel – es sind all diese Dinge, die Alten- oder Pflegeheime so kühl und ungemütlich machen. Doch genau diese Ausrüstung von Ärzten und Pflegern ist überlebenswichtig für Patienten. Denn es lauern überall winzige Bakterien, die schwere Infektionen auslösen können, sobald sie es in den Körper schaffen. Und der Weg darein ist besonders leicht, wenn jemand am Tropf hängt, einen Katheter hat oder beatmet wird. So oder so sind die Alten- und Pflegeheime im Kampf gegen Keime gefragt.

Diesen Kampf bestreiten die Einrichtungen in unserer Region ausgezeichnet. So haben der Landkreis und das Niedersächsische Landesgesundheitsamt am vergangenen Mittwoch elf Pflegeeinrichtungen aus Helmstedt mit dem Hygienesiegel belohnt. Im Rahmen einer Feierstunde im Gesundheitsamt überreichten Erster Kreisrat Wolfgang Herzog und Peter Bergen vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt den Vertretern der Alten- und Pflegeheime die Urkunden.
„Das Hygienesiegel bedeutet viel Arbeit“, betonte Peter Bergen, „innerhalb der Einrichtungen müssen viele Abläufe neu organisiert, viele Fortbildungen besucht und viel Zeit investiert werden, bis Ergebnisse sichtbar werden.“

Die Vorgaben für den Erwerb des Siegels stammen von einem europäischen Projekt namens „Eursafety-Health-Net“. Viele Gesundheitsämter in Niedersachsen, so auch das Helmstedter, haben es übernommen, um reagieren zu können. Denn: Heute sind die stationären Alten- und Pflegeheime für viele medizinisch-pflegerische Leistungen verantwortlich, die eigentlich in den Krankenhäusern stattfinden sollten. „Wichtig für den Infektionsschutz sind die Auseinandersetzung der Mitarbeiter einer Einrichtung mit dieser Problematik sowie die Kenntnis von Risikofaktoren und die Häufigkeit von Infektionskrankheiten in der eigenen Einrichtung“, erklärt Peter Bergen.

Das Projekt für die Einrichtungen des Landkreises Helmstedt startete im Januar 2017. Im Februar 2018 erhielten zwölf Pflegeheime das Niedersächsische Hygiene-Siegel. „Da es sich hierbei um ein zweistufiges Konzept handelt, bestand die Möglichkeit das erste Siegel wiederholt zu bekräftigen beziehungsweise eine zweite Siegel-Stufe zu erlangen“, teilt die Kreisverwaltung mit. Und so nahmen elf Einrichtungen die erneute Herausforderung an und erreichten die im Plan geforderten Qualitätsziele.

Ausgezeichnet wurden die Awo-Wohn- und Pflegeheime Königslutter und Glockbergstraße in Helmstedt, die DRK-Heime Mariental-Horst, Süpplingen, Helmstedt (Wallplatz) und Velpke (Paul-Wilhelm-Kraul-Haus), das Haus Wartburg in Lehre, das Haus der helfenden Hände in Beienrode, die Einrichtung der Clus-Stiftung in Schöningen, das Haus Stiemerling in Königslutter und das Allo-Heim an der Nordstraße in Helmstedt.

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