Noch mehr Streuer für die Sammlung

Gabriele und Heinrich Lohrengel bekommen für Rekordversuch über 500 Salzstreuer geschenkt

Das war mal ein Jahresauftakt: Für ihre Salzstreuersammlung bekamen Gabriele und Heinrich Lohrengel (rechts) über 500 neue Exemplare aus einem Nachlass. Die guten Stücke brachten ihnen Klaus König (links) mit Tochter Lilli (13) und Frau Susanne König (Mitte). Foto: Erik Beyen

Grasleben. Das ist doch mal ein nachhaltiger Einstieg in das neue Jahr: Erst bekamen Gabriele und Heinrich Lohrengel vom Verein „Der Markgrafsche Hof, Museum Grasleben e.V.“ einen ordentlichen Salzstreuernachschub für die große Sammlung aus einem Dorf bei München, und nun hat schon wieder jemand angekündigt, den Sammlern aus der Salzstadt ein paar Streuer zu vermachen.

Aus Bremen sei das entsprechende Angebot gekommen. Ein Herr habe sich gemeldet, um dem Museum die „Doppelgänger“ aus seiner Sammlung zu vermachen. Unterdessen kündigte Gabriele Lohrengel an, sich an den deutschen Rekord heran zu wagen, will sagen, ihn zu beantragen. Ziel bleibe weiterhin, die weltgrößte Salzstreuersammlung in Grasleben sozusagen auf’s Korn zu stellen.

Es war eine Bescherung am Neujahrstag. Mit über 500 Salz- und Pfefferstreuern in fünf Umzugskartons waren Susanne und Klaus König nebst Tochter Lilli (13) aus einem Dorf bei München extra in die Salzgemeinde Grasleben gekommen. Im Internet seien sie auf den Rekordversuch gestoßen. Das ist auch kein Wunder, denn die Lohrengels haben Grasleben mit ihrer Sammlung und der Ausstellung „100 Jahre Salzstreuer“ weit über die Grenzen des Landkreises hinweg bekannt gemacht. Print, Funk und Fernsehen interessierten sich im vergangenen Jahr für das ehrgeizige Projekt, für das Gabriele stets einen Beweggrund nannte: „Grasleben und der Landkreis Helmstedt haben so viel zu bieten.“ Das verdiene Aufmerksamkeit.

Mit den Streuern aus München dürfte die Grasleber Sammlung zumindest ein Etappenziel ziemlich sicher erreicht haben: den deutschen Rekord. Mit der Schenkung aus München zählt die Sammlung inzwischen an die 4500 Exemplare. „Alles, was ich an deutschen Rekorden gefunden habe, liegt irgendwo bei 2500 bis 3000 Stück“, weiß Heinrich Lohrengel.

Den Versuch sei es wert, sagte seine Frau Gabriele in Bezug auf den deutschen Rekord. Den will sie nun beantragen. „Kleine Schritte“, nennt sie das, natürlich auf dem Weg zum Weltrekord für ihre Gemeinde Grasleben. Dafür braucht es aber mehr als 6900 Streuer. Wie groß die Schenkung aus Bremen sein wird, lasse sich zunächst nicht sagen. Aber jeder kleine Streuer sei nun einmal wichtig, und: Ein jeder Mensch, der sich durch seine Gabe an der großen Sammlung beteiligt, wird letztlich in einem Buch verewigt und ist so Teil des Projekts.

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