„Erstes Saisonziel ist erreicht“ - Neue Helmstedter
21. Dezember 2019
Sport

„Erstes Saisonziel ist erreicht“

Das letzte Pflichtspiel in diesem Jahr bestreiten die Grün-Weißen am Samstag bei Bayern München

Belohnung für starke Leistung: VfL-Spieler Kevin Mbabu sorgte in der Bundesliga-Partie gegen die Knappen in der 82. Minute für einen späten Ausgleich. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg (das). Erst das 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach, dann die starke Leistung im Heimspiel gegen den FC Schalke 04 (1:1) in der Englischen Woche: Die taktische Umstellung von Trainer Oliver Glasner hat sich vorerst bezahlt gemacht. „Ich hatte den Eindruck, dass unser erstes Saisonziel – eine stabilere Defensive – erreicht ist. Deshalb habe ich jetzt auf 4-3-3 umgestellt“, hatte der Coach des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg vor der Partie gegen Spitzenreiter Gladbach gesagt.

Auch wenn der Siegtreffer von Maximilian Arnold erst in der Nachspielzeit fiel (90.+1), war der Erfolg gegen die Fohlen doch vollends verdient – was auch am tollen Auftritt von Rückkehrer Xaver Schlager lag. „Er ist einer, dessen Gedanken immer nach vorne gerichtet sind. Dadurch bekommt unser gesamtes Spiel eine große Dynamik“, lobte Glasner seinen österreichischen Landsmann. Und dass ausgerechnet der in dieser Saison bislang oft wirkungslose Linksverteidiger Jerome Roussillon Schlagers Führungstor vorbereitete, rundete den perfekten Tag für die Wölfe ab.

Gegen die Knappen knöpfte der VfL – mit Marcel Tisserand (nach Gelbsperre) für Robin Knoche und Renato Steffen anstelle von Josip Brekalo – an die starke Leistung aus der vorherigen Partie an und belohnte sich in Person von Kevin Mbabu mit dem späten Ausgleich in der 82. Minute. Schalkes Innenverteidiger Ozan Kabak hatte die Königsblauen kurz nach der Pause im Anschluss an eine Ecke in Führung gebracht (51.).

Trotzdem geriet das Ergebnis zur Nebensache, als bekannt wurde, dass ein Schalke-Fan auf dem Weg ins Stadion verstorben war. Deshalb sagte auch Glasner: „In die fußballerische Analyse zu gehen, ist nicht angebracht. Wir nehmen den Punkt mit, obwohl wir gern als Sieger vom Platz gegangen wären. Ansonsten kann ich nur mein Mitgefühl für die Hinterbliebenen ausdrücken. Wenn so etwas auch noch kurz vor Weihnachten geschieht, ist es das Tragischste, was passieren kann. Ein großes Kompliment an das ganze Stadion dafür, wie die Leute mit der Situation umgegangen sind. Egal, welche Farbe man unterstützt: Wenn jemand verstirbt, dann heißt es zusammenzuhalten. Das hat man heute gesehen.“

Das letzte Pflichtspiel in diesem Jahr bestreiten die Grün-Weißen am Samstag (15.30 Uhr) beim FC Bayern München – und können sich die Fahrt an die Isar eigentlich schenken. Von den bisherigen 22 Gastspielen beim Rekordmeister verlor der VfL nämlich 20 und holte nur zweimal ein Remis – bei einem Torverhältnis von 15:65.

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