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Technische Begeisterung, Kameradschaft und Disziplin

Jüngster Schützenverein im Landkreis Helmstedt: Die Schießbrüder Bornum feiern ihr 50-jähriges Jubiläum

Vorsitzender Christian Warmbold,Horst Renneberg, Heide Dominski, Detlef Heine, Helga Brandes, zweite Vorsitzende Marita Bohlmann, Horst Günter Denecke und Vorsitzender des KSSV Helmstedt Thomas Reinecke (von links). Der 87-jährige Heinrich Sander (Bild links), Ehrenvorsitzender, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein. Foto: Werner Gantz

Bornum. „Wenn wir unseren Schützenverein nicht neu gegründet, sondern den früher existierenden Bornumer Schießclub, Gründung im Mai 1856, wieder belebt hätten, dann könnten wir heute unser 163-jähriges Bestehen feiern“, berichtete der Vorsitzende Christian Warmbold am Samstag bei der Jubiläumsfeier. Das wäre aber nach so langer Unterbrechung und ohne Eintragung nicht möglich und so bleibt es dabei, es ist der jüngste Schützenverein im Landkreis Helmstedt.

In einem ausführlichen Rückblick wurde den Gästen die Gründung am 18. November 1969 mit 21 Mitgliedern und der Werdegang über diese fünf Jahrzehnte vorgetragen. Zwei von ihnen, Horst Günter Denecke und Horst Renneberg, waren anwesend und wurden vom Deutschen Schützenbund mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. Ebenso der Ehrenvorsitzende Heinrich Sander (87), der aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend war. Außerdem erhielt er für besondere Verdienste die goldene Ehrennadel vom KSSV Helmstedt. Für den im September verstorbenen Werner Dominski nahm Ehefrau Heide diese Ehrung entgegen. 50 Jahre gehört auch Detlef Heine dem Verein an. Alle fünf Schützen erfuhren auch vom eigenen Verein dafür eine Ehrenurkunde. Weiteren Frauen und Männern wurde für Vereinstreue und ihren ehrenamtlichen Einsatz gedankt.

Den feierlichen Akt begleiteten auch der Vorsitzende des Kreisschützenbundes Thomas Reinecke und der Ehrenvorsitzende Klaus Thiele. Sie seien über das Jubiläum hocherfreut und lobten besonders das Bestehen einer Jugendgruppe. „Darin liegt die Zukunft, das lohnt sich und damit seid ihr auf dem richtigen Weg“, hieß es.

Grußworte sprachen Ortsbürgermeister Hans-Joachim Scherenhorst, für Königslutters Bürgermeister Marc Schneider, Volker Meier für Dä Born und den Kreistag sowie Axel Günter als Ortsbrandmeister.

Das sportliche Schießen begann im Saal der Gaststätte von Hanna Denecke, wechselte bei der Schließung zum Schießstand der Kyffhäuserkameradschaft in Königslutter, bis schließlich die Bodenetage des Gemeindehauses an der Dorfstraße 10 frei wurde. Drei Schießstände konnten in Eigenleistungen eingerichtet werden. Hier finden nun alle Aktivitäten unter der Prämisse, Schießsport ist eine Mischung aus technischer Begeisterung, Kameradschaft und Disziplin, statt.

Der Verein hat aktuell 51 Mitglieder, darunter auch Pfarrer Robert Giesecke. Das Festessen bestand aus Wildschweinbraten, das unter der Regie von Walter Wohld stattfand und Rüdiger Meyer sorgte für Musik.

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