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Mauerfall-Jubiläum: Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn begeht Jahrestag mit Festival

Am 9. November 1989 öffnet die DDR ihre Grenze nach Westberlin und zur Bundesrepublik; nach 28 Jahren fällt die Mauer. Die einreisenden DDR-Bürger werden am Grenzübergang Helmstedt/Marienborn begrüßt. Links im Bild: Sven Sachenbacher, Pädagogischer Mitarbeiter in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Foto: BZV-Archiv/Bundesregierung/Heiko Specht

Marienborn. Der 9. November 1989 ist ohne Zweifel einer der wichtigsten Tage in der deutschen Geschichte. Es ist der Tag des Mauerfalls, der sich in diesem Jahr zum 30. Mal jährt – an das Ereignis erinnert die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn am heutigen Samstag mit einem ganztägigem Festprogramm.

Massenflucht und Straßenproteste erzwangen im Herbst 1989 die Öffnung der innerdeutschen Grenze und der Berliner Mauer. „Am 9. November erwirkte die Magdeburgerin Dr. Annemarie Reffert am DDR-Grenzübergang Marienborn bereits um 21.27 Uhr ihre Ausreise nach Helmstedt“, erzählt Sven Sachenbacher, Pädagogischer Mitarbeiter in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und fügt hinzu: „Kurz darauf öffnete sich der Berliner Grenzübergang in der Bornholmer Straße. In der Nacht und den Folgetagen feierten tausende Menschen aus Ost und West dieses Ereignis. Zahlreiche Grenzöffnungen und Begegnungen folgten.“

Zentrale Programmpunkte des „Festivals Grenzenlos“ sind um 12 Uhr die Eröffnung des neuen Besucherleitsystems am Grenzdenkmal Hötensleben, um 14.45 Uhr der Rundgang zur Eröffnung des neuen Besucherleitsystems und der Ausstellungsbereiche im Außengelände der Gedenkstätte sowie um 20 Uhr das Konzert mit Wolfgang Niedecken (BAP) und dem Bundesjazzorchester unter der Leitung von Mike Herting.

Daneben finden in der Gedenkstätte um 14 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst sowie um 15.30 Uhr ein gemeinsamer Festakt der Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt statt.

Ganztägig wird es geführte Rundgänge über das Gedenkstättengelände sowie auch gastronomische Angebote geben. „Das Festprogramm richtet sich auch an Familien, unter anderem mit einer Bastelecke und speziellen Führungen“, wie Sven Sachenbacher in einer Pressemitteilung betont.

Der Eintritt zum ganztägigen Festprogramm sowie die Wahrnehmung aller Angebote sind für die Besucher kostenfrei. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird von 10 bis 23 Uhr ein ebenfalls kostenloser Bus-Shuttle zwischen dem Bahnhof Helmstedt und der Gedenkstätte sowie zwischen dem Bahnhof Marienborn und der Gedenkstätte angeboten.

Programm

Öffentliche Rundgänge, Mitmachaktion Herbst 1989 und Gastronomie ab 10 Uhr; Eröffnung des neuen Besucherleitsystems am Grenzdenkmal Hötensleben um 12 Uhr; Eröffnung des neuen Besucherleitsystems und neuer Ausstellungsbereiche im Außengelände der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn um 14.45 Uhr; Kuratorenführungen durch die neuen Ausstellungsbereiche und das Besucherleitsystem in der Gedenkstätte um 10.30 Uhr sowie um 17.30 Uhr; Lichtinstallationen in der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn und am Grenzdenkmal Hötensleben ab 17 Uhr; Bühnenprogramm im Festzelt, Zeitzeugnisse 89, Performance, Filmanimation „Grenzöffnungen 1989“ um 19 Uhr; Konzert Wolfgang Niedecken, Bundesjazzorchester unter der Leitung von Mike Herting um 20 Uhr.

 

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