Wölfe feiern Auftaktsieg

Der VfL Wolfsburg ist mit einem Heimsieg gegen Köln in die neue Bundesliga-Saison gestartet

VfL-Neuzugang Xaver Schlager hatte während der Partie gegen den 1. FC Köln einen starken Auftritt. Foto: Sebastian Priebe/regios24

Wolfsburg. Ist der VfL Wolfsburg jetzt der Topfavorit auf den Titel? Die Wölfe feierten mit dem 2:1 (1:0)-Sieg gegen den 1. FC Köln einen gelungenen Start in die Fußball-Bundesligasaison. Am Abend zuvor war Serienmeister FC Bayern München im Auftaktspiel gegen Hertha BSC nicht über ein 2:2-Unentschieden hinausgekommen.

Warum das erwähnenswert ist? Ganz einfach: Auch in der Spielzeit 2008/09 siegte der VfL zu Hause gegen Köln mit 2:1, während sich der FCB in der Allianz-Arena vom Hamburger SV – genau – 2:2 getrennt hatte. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Nach Platz 9 im Winter durften die Grün-Weißen durch eine sensationelle Rückrunde die erste und bislang einzige Meisterschaft in der Vereinsgeschichte feiern…

Doch zurück in die Gegenwart. Der VfL-Sieg war insgesamt verdient, da die Geißböcke fast über die kompletten 90 Minuten kaum Torgefahr ausstrahlten. Die beste Phase hatten die Domstädter kurz vor dem 1:0, Anthony Modestes Schrägschuss wurde gerade noch zur Ecke abgelenkt (11.).

Der Führungstreffer für die Niedersachsen fiel dennoch aus dem Nichts: Eine Kopfballverlängerung von FC-Spieler Florian Kainz landete direkt bei Wölfe-Mittelfeldspieler Maximilian Arnold, der das Leder außerhalb des Strafraums fulminant mit links direkt nahm und es unhaltbar für Torhüter Timo Horn flach rechts im Kasten unterbrachte (16.) – ein Wahnsinnstor!

Viel Dusel hatte die Elf von Trainer Oliver Glasner in der 32. Minute, als Dominick Drexler rechts im Sechzehner von Kapitän Josuha Guilavogui klar zu Fall gebracht wurde, Schiedsrichter Sven Jablonski unterstellte dem Offensivakteur jedoch, zu früh abgehoben zu haben und schaute sich die Szene nicht einmal in der Review Area an – eine klare Fehlentscheidung – zumal der „Übeltäter“ selbst zugab: „Ich muss ehrlich sein: Das hätte ein Strafstoß sein können.“

So kamen die Wolfsburger nach einer Stunde zum 2:0 – das allerdings unter gütiger Mithilfe der Gäste: Drexler vertändelte das Spielgerät in der Vorwärtsbewegung, der starke VfL-Neuzugang Xaver Schlager kam an den Ball und bediente Stürmer Wout Weghorst, der sich mit etwas Glück gegen Rafael Czichos durchsetzte und per Flachschuss erhöhte (60.) – Horn war an dem Abschluss noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

Damit war die Partie gelaufen, der eingewechselte FC-Stürmer Simon Terodde konnte für die Elf von Coach Achim Beierlorzer nach unfreiwilliger Verlängerung von Robin Knoche in der Nachspielzeit nur noch verkürzen (90.+1).

VfL: Casteels – Knoche, Guilavogui, Brooks – William, Schlager, Arnold, Roussillon (74. Steffen) – Klaus (82. Brekalo), Weghorst (87. Nmecha), Victor

Tore: 1:0 Arnold (16.), 2:0 Weghorst (60.), 2:1 Terodde (90.+1)

Zuschauer: 25.099 (Volkswagen Arena)

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