Die Salzstreuer kennt jetzt jeder

NDR Fernsehen dreht einen Beitrag über die Ausstellung „Salzhaus – 100 Jahre Salzstreuer“

Gabriele Lohrengel sprühte bei den Dreharbeiten vor Wissen rund um das Salz und seine Streuer. Foto: Erik Beyen

Grasleben. Sammy und Gero – so heißen zwei Nashörner, die seit Mittwoch dem Markgrafschen Hof in Grasleben gehören, genauer, der Initiatorin der aktuellen Ausstellung im Museum, Gabriele Lohrengel. Sammy und Gero sind nämlich ausgewachsene Salz- und Pfefferstreuer und ein Geschenk des Samtgemeindebürgermeisters Gero Janze an die Lohrengels.

Sie komplettieren sozusagen die aktuelle Ausstellung „Salzhof – 100 Jahre Salzstreuer“ und die Sammlung ihrer Macher. Und weil Ausstellung und die Geschichte hinter ihr so außergewöhnlich sind, war am Mittwoch sogar ein Kamerateam des NDR Fernsehens in Grasleben. Der Beitrag lief bereits am Donnerstag in der Sendung „DAS!“. Wir haben bei den Dreharbeiten zugeschaut.

Ein Beitrag in den Helmstedter Nachrichten hatte Redakteurin Sophia Münder auf die Spur der Salzstreuer in Grasleben gebracht. Mehrere Stunden sammelte sie mit ihren Kollegen an Kamera und Mikrofon Material für ihren Bericht. Im Mittelpunkt: Gabriele Lohrengel. Sie führte einige Gäste durch die Ausstellung, natürlich in Begleitung der Kamera.

Lohrengel sprühte vor Wissen rund um das Salz und seine Streuer. So erzählte sie den Menschen und in die Kamera hinein, dass ein Mangel an Steinsalz tatsächlich mit Osteoporose in Verbindung gebracht wird. Außerdem wirkt Salz als solches antibakteriell. „Die Viecher haben darin gar keine Lebensgrundlage“, so Lohrengel. Tja, und schließlich folgte ein Aufruf: Gabriele Lohrengel braucht nämlich noch viele weitere Salzstreuer, denn: Sie will einen Rekordversuch starten.

Welche Anzahl an Streuern sie dafür braucht, will sie noch erkunden. Etwa 2870 Stück hat sie schon, die meisten eingelagert und genauestens katalogisiert, beschrieben und durchnummeriert. Doch diese Anzahl dürfte für einen Rekord kaum reichen. Da ist sich die Salzexpertin sicher.

Gerade die beginnende Urlaubszeit lässt sie aber hoffen: „Vielleicht bringt ja der eine oder andere einen Streuer aus dem Ausland mit“, sagte sie schmunzelnd. Und sollte es mit dem Rekord nichts werden: Die größte Sammlung an Salz- und Pfefferstreuern in Deutschland oder gar Europa will sie auf jeden Fall schaffen.

Übrigens: Die Ausstellung im Museumshof an der Helmstedter Straße macht gerade Sommerpause, ein gutes Stichwort: Auch internationale Streuer machen sich in einer Sammlung gut. Am 1. September öffnen sich die Türen zu den Streuern wieder, immer sonntags von 14.30 Uhr bis 17 Uhr. Wer Salzstreuer abgeben möchte, der kann diese bei der Samtgemeinde loswerden. Weitere Infos finden sich unter www.museum-grasleben.de.

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