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Die Sommerboten geraten immer mehr in Not

Der NABU zeichnet „Schwalbenfreundliche Häuser“ aus – Es fehlt an Nahrung und Nestern

Eine Mehlschwalbe sammelt Baumaterial in einer Pfütze. Foto: Thomas Tennhardtoh

Region. Schwalben gelten als typische Sommerboten: Kehren sie im April und Mai aus ihren afrikanischen Winterquartieren nach Deutschland zurück, lässt der Sommer nicht mehr lange auf sich warten. Doch die gern gesehenen Gäste werden hierzulande immer weniger. Grund dafür ist ein Mangel an ihrer Nahrungsgrundlage, den Fluginsekten. Außerdem fehlen zunehmend geeignete Nistplätze an Häusern. Daher ruft der NABU Niedersachsen mit seiner Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ jetzt dazu auf, Schwalben eine Unterkunft zu bieten.

Um Rauch- und Mehlschwalben aktiv zu unterstützen, können Haus- und Gartenbesitzer vor allem zwei Dinge unternehmen: Zum einen sollten sie Dachvorsprünge oder andere Einflugmöglichkeiten für die Schwalben freihalten und diese nicht verbauen. Damit sich Schwalben auch tatsächlich niederlassen, können Hausbesitzer zudem Pfützen anlegen und diese über den Sommer feucht halten. Denn für ihren Nestbau sind Schwalben auf Lehm angewiesen, den sie aus den Pfützen sammeln.

Vor allem in Städten verschwinden natürliche Schwalbennester zusehends. Häufig werden sie illegal abgeschlagen, obwohl Schwalben streng geschützt sind. Mit einem wichtigen Artenschutzbeitrag werden schwalbenfreundliche Häuser ausgezeichnet. Mehr unter www.nabu-niedersachsen.de/schwalben.

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