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Sieben Tage dreht sich alles um die Schunter

Das Thema „Wasser“ steht während der niedersächsischen Gewässerwoche Schunter in insgesamt 15 Städten und Gemeinden im Mittelpunkt

Christoph Wäterling, Rainer Angerstein, Klaus Röhr, Dieter Prüschenk und Christian Lubkowitz (von links) posieren vor der Schautafel, die den Verlauf der Schunter durch das Dorf Räbke darstellt. Foto: Werner Gantz

Räbke. Während der Gewässerwoche Schunter, die von Sonntag (19. Mai) bis Sonntag (26. Mai) stattfindet, wird den Bürgern in 15 Städten und Gemeinden in vielfältigen Angeboten das Thema „Wasser“ anschaulich näher gebracht. Weil die Schunter schon zu jeder Zeit der Lebensquell der Menschen ist, titelt das Projekt „Alles im Fluss“. Schirmherr ist Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies.

Die Woche beginnt am Sonntag (19. Mai) um 11 Uhr mit einem Gottesdienst (Cantate-Singet) am Freibad Räbke mit mehreren Musikgruppen und Chören. Beteiligt an der Andacht sind alle Gemeinden des Pfarrverbandes und Lelm.

Von dem Quellgebiet der Schunter, in unmittelbarer Nähe des Freibades, führt entlang des Wasserlaufes anschließend eine Pilgerwanderung zur Breitenstraße im Ort. Die Begrüßung zu der Großveranstaltung ist dort für 13.30 Uhr vorgesehen. „Rund 40 Ehrengäste sind um 12.30 Uhr eingeladen“, berichtet Bürgermeister Rainer Angerstein in einem Pressegespräch und wünscht sich nachmittags zum vielfältigen Programm rege Beteiligung von Groß und Klein, auch aus den umliegenden Dörfern.

Insgesamt 28 Musikgruppen, unter anderem auch die Jagdhornbläser, sind auf vier Höfen entlang des Wasserlaufes im Dorf zu hören und zu sehen. Das Abschlusskonzert liefert die Helmstedter Lions Partyband.

In der Mühle Liesebach wird mit historischer Technik Getreide gemahlen, Brot gebacken, eine Ölpresse in Betrieb genommen und das Schöpfen der Papiermacher demonstriert. Bei einem Dorfflohmarkt können die Besucher auf Schnäppchenjagd gehen und die Landwirtschaft zeigt, wie Gülle ausgebracht wird.

„Ehrenamtliche Helfer leisteten schon viel Organisationsarbeit und werden am Wassertag im Einsatz sein“, war vom Bürgermeister zu erfahren. Ebenso wurde im Nachbarort Frellstedt gewerkelt. Federführend sind hier mit Bürgermeister Rainer Brokof Katrin Ebers und Norbert Voigts im Einsatz. Beginnend mit der früheren Bedeutung der Schunter zum Holztransport und der Fischerei wird ein Sommerfest rund um das Wasser gefeiert. Besonders die älteren Einwohner werden in Erinnerung an Erlebnisse Geschichten und Abenteuer erzählen.

Die Schunter wird aber sicherlich auch die Fantasie der Kinder wecken. So können die Kleinen verschiedene Techniken zur Herstellung von Bildern ausprobieren. Die Kunstwerke zum Thema „Schunter und Wasser“ werden entlang des Ufers zum Trocknen aufgehängt. Alles Geschaffene wird in einem großen „Schunterbuch“ gebunden und exponiert aufbewahrt.

Die Feuerwehr gestaltet außerdem ein Kinderfest. Zudem gibt es einen Kunsthandwerkermarkt und für das leibliche Wohl ist ebenfalls an Ständen gesorgt. Straßenmusikanten treten auf und im Imkerhof wird die Arbeit der Bienen gezeigt. Und in der Grundschule Süpplingen gibt es am Donnerstag (23. Mai) eine Theateraufführung mit dem Titel „Frösche sind immer grün“.

„Es freut mich, dass die Menschen die Möglichkeit haben, die Schunter aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenzulernen und die nachhaltige Entwicklung ihrer Region gemeinsam zu gestalten“, schreibt Schirmherr und Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies in seinem Grußwort. Viel Wasser, klar, an diesem Tag ja, aber Trockenheit von oben – das wünschen sich nun alle Ausrichter.

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