Kampf ums internationale Geschäft

Fußball-Bundesliga: Der VfL Wolfsburg muss Samstag beim VfB Stuttgart antreten

Traf gegen Nürnberg: Felix Klaus vom VfL Wolfsburg. Foto: regios24/Darius Simka

Wolfsburg. Der Kampf um das internationale Geschäft tobt, und der VfL Wolfsburg ist mittendrin! Da der Fußball-Bundesligist den 1. FC Nürnberg mit 2:0 (1:0) bezwang, die TSG 1899 Hoffenheim bei Borussia Mönchengladbach trotz klarer Überlegenheit nicht über ein 2:2 hinauskam und Bayer Leverkusen Eintracht Frankfurt überraschend deutlich mit 6:1 deklassierte, beträgt der Abstand zwischen Platz vier (54) und acht (51) vor den abschließenden zwei Partien gerade einmal drei Punkte.

Eine schöne Partie war es nicht, die die 22 512 Zuschauer am vergangenen Samstag in der Volkswagen-Arena verfolgten, was den Wölfen aber herzlich egal sein dürfte. Vielmehr sprach Trainer Bruno Labbadia von einer beachtenswerten Leistung seiner Elf: „Wir hatten eine gute taktische Disziplin.“

Und irgendwie passte es, dass an diesem Nachmittag gleich zwei Tordebütanten am Heimsieg beteiligt waren. Zunächst traf Felix Klaus (38.), dessen Opa riesiger Clubfan ist und mit den abstiegsbedrohten Franken mitleidet, dann sorgte Innenverteidiger Marcel Tisserand per Kopf nach einem Freistoß für die Entscheidung (78.) – beide Male hieß der Assistgeber Admir Mehmedi, der vom kicker auch zum Spieler des Spiels gewählt wurde.

Die Rechnung ist klar: Gewinnen die Wölfe ihre beiden Spiele beim VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr) und am kommenden Samstag zum Abschluss gegen den FC Augsburg (Samstag, 18. Mai, 15.30 Uhr), haben sie Europa-League-Qualifikationsrang sieben sicher – mindestens.

Denn die viertplatzierten Frankfurter müssen noch beim Spitzenreiter FC Bayern München antreten, und Gladbach empfängt am 34. Spieltag den Tabellenzweiten Borussia Dortmund. Die Grün-Weißen haben es dagegen nur noch mit Teams aus der unteren Tabellenregion zu tun. VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke warnte allerdings schon nach dem 4:1-Erfolg in Hoffenheim: „Wer nun glaubt, dass das nun das vermeintlich leichteste Restprogramm im Vergleich zu den anderen Mannschaften ist, der irrt, das ist Quatsch.“

Trotzdem ist die Laune im Lager der Niedersachsen bestens, was auch an der Rückkehr von Jerome Roussillon liegt. Der Linksverteidiger, der eine überragende Saison spielt und mit dem BVB in Verbindung gebracht wird, hatte die vergangenen drei Partien aufgrund von muskulären Problemen verpasst und trainierte Dienstagvormittag erstmals wieder mit dem Team. Für die Begegnung bei den Schwaben ist der Franzose gleich wieder ein Thema.

Der Einsatz von Innenverteidiger John Anthony Brooks, der sich am Ostermontag gegen Frankfurt (1:1) eine Bänderdehnung zugezogen hatte, ist dagegen höchst fraglich.

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