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VfL-Frauen holen erneut den DFB-Pokal

Fußball: Wolfsburgerinnen siegen 1:0 gegen Freiburg – Sonntag Bundesligaspiel in Hoffenheim

VfL-Torschützin Ewa Pajor. Foto: regios24/Darius Simka

Köln. Ex-Frauen-Bundestrainer Horst Hrubesch brachte die silberne Trophäe ins Rheinenergiestadion, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergab sie nach den 90 Minuten an… den VfL Wolfsburg! Durch den 1:0 (0:0)-Sieg im Finale gegen den SC Freiburg sicherten sich die Fußballerinnen zum fünften Mal in Folge und sechsten Mal insgesamt den DFB-Pokal.

„Ich bin total stolz“, sagte VfL-Keeperin Almuth Schult „Den Pokal fünfmal in Folge gewonnen zu haben, fühlt sich sehr gut an.“ Nationalspielerin Alexandra Popp erklärte: „Das war sehr kräftezehrend. Ich bin überglücklich, dass wir den Pokal wieder mitnehmen können. Aber die Mannschaft hat sich das auch verdient in diesem Jahr.“

Verdient war der Erfolg aufgrund der Leistung der Grün-Weißen in den zweiten 45 Minuten. Allerdings hätte sich der Bundesliga-Spitzenreiter nicht beklagen können, wenn es mit einem Rückstand in die Kabinen gegangen wäre. Vor 17 048 Zuschauern in Köln hatte die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch zwar mehr Spielanteile, die Einschussgelegenheiten boten sich aber den Breisgauerinnen.

Bedanken durften sich die Wölfinnen vor allem bei ihrer Torhüterin, die gegen Klara Bühl (13.) und gemeinsam mit Kapitänin Nilla Fischer auch gegen Sandra Starke rettete (29.). Glück hatte der VfL zudem bei einem Konter, den die Freiburgerinnen Sharon Beck und Starke schlampig ausspielten, sodass Anna Blasse noch entscheidend eingreifen konnte (36.).

Coach Lerch reagierte, stellte von einem 4-1-4-1- auf ein 4-2-3-1-System um und zog Popp aus dem offensiven ins defensive Mittelfeld zurück, was dem Favoriten deutlich mehr Sicherheit gab. Kurz darauf wäre der VfL durch eine spektakuläre Aktion beinahe in Führung gegangen. Nach Flanke von Pernille Harder, die sich auf Rechtsaußen schön durchgesetzt hatte, setzte Ewa Pajor zu einem Fallrückzieher an, SC-Torhüterin Lena Nuding lenkte das Spielgerät aber über die Latte (42.).

Elf Minuten nach Wiederbeginn fiel dann das goldene Tor – und wieder waren Harder und Pajor beteiligt. Nachdem die Dänin das Leder an den Pfosten geknallt hatte, schaltete die Polin Pajor am schnellsten und drückte den Abpraller über die Linie. Es blieb beim knappen, aber absolut verdienten 1:0, weil die Wolfsburgerinnen nach der Pause klar tonangebend waren und die SC-Keeperin mehrfach einen möglichen zweiten Gegentreffer verhinderte.

Den nächsten Titel könnten die VfL-Frauen am Sonntag holen: Gewinnt der VfL seine Partie bei der TSG 1899 Hoffenheim (14 Uhr), würde der Spitzenreiter seinen Vorsprung auf den FC Bayern München auf zehn Punkte ausbauen und dürfte zum dritten Mal nacheinander die Meisterschaft feiern.

VfL: Schult – Blässe, Fischer, Goeßling, Peter – Gunnarsdottir – Hansen, Harder, Pop, Jakabfi (72. Wolter) – Pajor (90. Masar).

Tor: 1:0 Pajor (55.)

Zuschauer: 17 048, darunter 2500 aus Wolfsburg.

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