Wölfe brauchen Sieg in Hoffenheim - Neue Helmstedter
28. April 2019
Sport

Wölfe brauchen Sieg in Hoffenheim

Fußball-Bundesliga: VfL Sonntag bei der TSG – Oliver Glasner offiziell als Trainer vorgestellt

Zweikampf im Hinspiel: Jérôme Roussillon gegen Reiss Nelson. Foto: regios24/Darius Simka

Wolfsburg (das). Seit Dienstagmittag ist es nun offiziell: Oliver Glasner tritt die Nachfolge von Bruno Labbadia an und wird ab 1. Juli neuer Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg.
„Die Gespräche mit ihm haben die positiven Eindrücke, die wir bis dahin von ihm hatten, bestätigt und uns das sichere Gefühl gegeben, dass er die richtige Wahl ist, um mit dem VfL Wolfsburg die nächste Entwicklungsphase anzugehen“, sagt VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke über Glasner.

Entwicklungsphase, genau, denn der 44-Jährige steht für frühes Attackieren des Gegners, schnelle Umschaltbewegungen und cleveres Ballbesitzspiel. Mit genau diesem offensiven Stil stieg der Coach des Linzer ASK 2017 in die erste österreichische Liga auf, nahm mit seinem Team an der Qualifikationsrunde zur Europa League teil und belegt in der aktuellen Saison hinter Topfavorit Red Bull Salzburg Platz zwei.

Schmadtke dazu: „Wir haben schnell gemerkt, dass wir die gleichen Vorstellungen davon haben, wie wir mit dem VfL in den kommenden Jahren erfolgreichen und attraktiven Fußball spielen wollen und können.“
Zudem wird die Anstellung in der Autostadt für den gebürtigen Salzburger eine besondere sein: Er ist nämlich der 20. Übungsleiter in der Bundesliga-Geschichte der Grün-Weißen. „Das ist eine große Herausforderung, auf die ich mich sehr freue und der ich mich sehr gerne stelle“, betont Glasner.

Eine große Herausforderung wartet auch auf seine zukünftige Elf – und zwar am morgigen Sonntag (15.30 Uhr) bei der TSG 1899 Hoffenheim. Die Kraichgauer sind mit 16 Punkten aus den vergangenen sechs Partien das Team der Stunde – allein Angreifer Ishak Belfodil traf bei den Kantersiegen gegen Bayer 04 Leverkusen (4:1), beim FC Augsburg (4:0) und zuletzt beim FC Schalke 04 (5:2) siebenmal.

Bereits vor der Begegnung bei den Königsblauen hatte Trainer Julian Nagelsmann erklärt, „dass wir gut daran tun, 15 Punkte zu holen.“ Sollte das der TSG gelingen, würde das mit großer Wahrscheinlichkeit für die Teilnahme an der Champions League reichen. Die Wölfe träumen ebenfalls noch vom internationalen Geschäft, bräuchten dafür in Hoffenheim aber fast schon zwingend einen Sieg.

Der hätte den Niedersachsen auch im Spiel gegen Eintracht Frankfurt gut getan. Auch wenn Innenverteidiger John Anthony Brooks erst in der letzten Minute ausglich, war das 1:1 gegen den Champions-League-Anwärter doch gefühlt zu wenig, da der VfL in der zweiten Hälfte das klar bessere Team war und aufgrund der Mehrzahl an Chancen drei Punkte verdient gehabt hätte.

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