18. April 2019
Menschen

Kreuzworträtsel und Schillers Glocke

Hans-Georg Jackisch, der älteste Bürger der Stadt Königslutter, feiert seinen 101. Geburtstag

Hans-Georg Jackisch an seinem kleinen Schreibtisch, dem Lieblingsplatz. Termine werden stets mit Sorgfalt abgearbeitet. Foto: Werner Gantz

Königslutter. Ein Wiedersehen mit den Familienmitgliedern gab es zu einem schönen Anlass: Hans-Georg Jackisch feierte am vergangenen Sonntag seinen 101. Geburtstag. Bewundert wird allseits seine gute Kondition. Er ist halt ein fröhlicher „öffentlicher Mensch“. Bereits vor einem Jahr hat die NH ausführlich zur runden 100 berichtet. Seither ist im Haus Jackisch alles „beim Alten“ geblieben.

Das Fest fand in exklusiver Lage, im Schatten des Kaiserdomes in der Stiftstraße mit Blick auf den Glockenkampteich in Königslutter statt. Zu dem großen Ereignis kamen die Repräsentanten der Stadt, Ortsbürgermeister Kurt Bötel und der Landkreis in Vertretung des Landrates Rolf-Dieter Backhauß, um die Glückwünsche zu überbringen.

Eine Urkunde des Niedersächsischen Ministerpräsidenten wurde in Anerkennung des erreichten Alters übergeben. Im Kreis der Familie wurde anschließend im Restaurant Herrenmühle „iL Mulino“ weiter gefeiert. Zum Kreis gehören die Tochter Regine aus Bad Homburg und die Söhne Hans-Christian aus Nürnberg, Hans-Herbert aus Breslau sowie sieben Enkelkinder und drei Urenkel. Ehefrau Margarete ist 2015 nach 67 Ehejahren im Alter von 96 verstorben. Der Verlust ist für Hans-Georg immer noch sehr schmerzlich.

Der älteste Bürger der Stadt ist körperlich und geistig erstaunlich beweglich. Kreuzworträtsel lösen und Texte von Eugen Roth und Schillers Glocke auswendig lernen – die Tätigkeiten gehören aktuell zu seinen Leidenschaften. Körperlich hält sich Hans-Georg Jackisch morgens unter dem heißen Wasser der Dusche mit Gymnastik beweglich.

Jegliche Hausarbeit gehört zu seinem Tagesablauf. „Manchmal habe ich sogar Stress“, verrät der Senior. Kurzstreckenfahrten für Einkäufe mit seinem VW-Käfer Baujahr 1984 sind ärztlich nicht untersagt. Er wundert sich selbst über den gesundheitlich passablen Zustand und möchte gern das Leben weiterhin genießen. „Der Herrgott meint es gut mit mir. Ich danke es ihm und lebe danach“, sagt er.

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