• Home
  • > >
  • „So viel wie nötig und so wenig wie möglich“

„So viel wie nötig und so wenig wie möglich“

Das Niedersächsische Landvolk beleuchtet den chemischen Pflanzenschutz ganz genau

Werkstattmeister Stephan Meier erklärt die Funktionen der einzelnen Bauteile der großen Pflanzenschutzmittelspritze. Foto: Werner Gantz

Königslutter. Das Niedersächsische Landvolk Braunschweiger Land hatte am Mittwoch zu einer Vorführung von Feldspritzen, die Pflanzenschutzmittel ausbringen, nach Königslutter eingeladen. Die Technikabteilung des Unternehmens Agravis an der Helmstedter Straße demonstrierte auch dabei die fachlich anspruchsvolle Prüfung durch den Technischen-Überwachungs-Verein (TÜV).

„Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln steht unter zunehmender öffentlicher Aufmerksamkeit. Wir möchten daher den modernen Standard unserer Geräte und auch deren Überprüfung vorführen, damit sich alle Interessenten ein eigenes Bild zu dem sensiblen Thema machen können“, sagte Kreislandwirt Gerhard Rott aus Scheppau bei seiner Begrüßung.

Damit eine fachgerechte Ausbringung gewährleistet wird, ist eine Vorführung alle drei Jahre bundesweit gesetzlich vorgeschrieben. Auch der Anwender muss sachkundig ausgebildet sein und zur Wiederholung im gleichen Zeitraum Fortbildung nachweisen können. Was die Landwirte im gesetzlichen Rahmen leisten, um Höchsterträge zur Wirtschaftlichkeit unserer Betriebe zu erzielen und die Ernährung der Bevölkerung mit gesunden Produkten zu versorgen, sollte auch mit dieser Veranstaltung öffentlich gemacht werden.

Trinkwasser ist das höchste Gut, das ist bekannt, es muss geschützt werden. Von der Bezirksstelle Braunschweig der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWKN), Fachgruppe Pflanzenbau und Pflanzenschutz, ergänzte Klaus Fricke bezüglich der Ausbringung von chemischen Mitteln: „So viel wie nötig und so wenig wie möglich!“ Speziell ausgebildete Berater sind auf den Äckern unterwegs und geben den Landwirten beratend Empfehlungen zum Einsatz von Insektiziden, Fungiziden und Herbiziden.

Technische Details zum vorgestellten Gerät mit einer Breite von 27 Metern und einem Fassungsvermögen des Tanks von 4200 Litern Spritzbrühe gab der Werkstattmeister Stephan Meier. Damit können als Beispiel 21 Hektar behandelt werden.

Mit Unterstützung von Satelliten werden Fehlstellen und Doppelausbringungen vermieden. Um eine ordnungsgemäße Wirkstoffausbringung zu gewährleisten, richtet sich das Augenmerk der Techniker auf das Rührwerk im Tank, die Pumpe, den Leitungsdruck und die Funktion der Düsen. Vertreter aus der Politik und Verwaltung, der Jägerschaft, Banken und aus Wirtschaftsbetrieben ließen sich überzeugen, das so gesetzlich Vorgaben eingehalten werden. „Mehr können wir nicht leisten“, war von den Anwendern zu erfahren.

^