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Wolfsburgs Renato Steffen macht’s wie Uwe Seeler

Fußball-Bundesliga: „Wölfe“ schieben sich nach dem 3:1-Heimsieg gegen Hannover 96 wieder auf Europa-League-Rang sechs

Zweikampf: Wolfsburgs Josip Brekalo gegen Primin Schwegler (96). Foto: regios24/Darius Simka

Wolfsburg. Wirklich verdient war er nicht, der 3:1 (1:1)-Heimsieg des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg gegen Hannover 96. Egal, fand Wölfe-Kapitän Josuha Guilavogui: „Das ist der neue VfL. Wir müssen nicht überragend spielen, um zu gewinnen.“ Und Trainer Bruno Labbadia meinte: „Wir müssen immer an die Grenze kommen, das hat man gegen 96 wieder gesehen. Aber die Mannschaft will.“

Positiver Nebeneffekt: Da Werder Bremen am Sonntagabend bei Borussia Mönchengladbach nicht über ein 1:1 (0:0) hinauskam und Bayer 04 Leverkusen RB Leipzig mit 2:4 (2:1) unterlag, schoben sich die Grün-Weißen wieder auf Europa-League-Rang sechs.

Trotz 61 Prozent Ballbesitz taten sich die Gastgeber bei schönstem Fußballwetter gegen den Tabellenletzten lange schwer. Der ging nach 30 Minuten in Führung, als Linton Maina Hendrik Weydandt mit einem wunderbar temperierten Pass in die Schnittstelle bediente.

Der 1,95-Meter-Angreifer tauchte frei vor Wolfsburgs Ersatzkeeper Pavao Pervan auf und schob die Kugel ins lange Eck – Stammtorwart Koen Casteels hatte sich beim Aufwärmen verletzt.

Die Freude der Gäste währte jedoch nicht lange. Nur zwei Minuten später flankte Guilavogui aus dem Halbfeld in den Strafraum, wo sich Renato Steffen, der im Vergleich zum 0:2 bei Borussia Dortmund in die Startelf rotiert war, im Luftduell gegen den deutlich größeren Innenverteidiger Kevin Wimmer durchsetzte und die Kugel in Uwe-Seeler-Manier mit dem Hinterkopf in die Maschen beförderte (32.).

Wolfsburg blieb dran und hätte durch Wout Weghorst auf 2:1 stellen können, der Niederländer scheiterte aber nach Vorarbeit des wieder mal starken VfL-Linksverteidigers Jerome Roussillon an 96-Torhüter Michael Esser (37.).

Auch die Elf von Coach Thomas Doll hatte Gelegenheiten auf weitere Treffer – vor allem Genki Haraguchi. Nach Assist des auffälligen 96-Kapitäns Marvin Bakalorz versetzte der Japaner VfL-Innenverteidiger John Anthony Brooks, kam aber nicht an Pervan vorbei. Zudem übersah der 27-Jährige die völlig freistehenden Nicolai Müller und Weydandt (51.).

Von der Labbadia-Elf kam in Durchgang zwei nicht viel, bis Robin Knoche den eingewechselten Daniel Ginczek anspielte. Der Stürmer, der nach Bänderverletzung im rechten Fuß bereits in der Vorwoche sein Comeback gegeben hatte, schickte Kumpel Steffen in die Gasse: Der Schweizer blieb frei vor Esser cool und schnürte den Doppelpack (71.).

Noch waren die Hannoveraner nicht geschlagen, nach Roussillons Flachschuss zum 3:1 aber schon. Yunus Malli, der Doppeltorschütze Steffen ersetzt hatte, legte das Spielgerät von der Grundlinie auf den Franzosen zurück – der Rest war grün-weißer Jubel.

Tore: 0:1 Weydandt (30., Maina), 1:1 Steffen (32., Guilavogui), 2:1 Steffen (71., Ginczek), 3:1 Roussillon (78., Malli).

VfL: Pervan – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Guilavogui – Mehmedi (85. Klaus), Rexhbecaj – Steffen (77. Malli), Brekalo (62. Ginczek) – Weghorst.

Zuschauer: 23 512 (Volkswagen-Arena, Wolfsburg).

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