DFB-Pokal: VfL-Frauen im Finale

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg gewinnen mit 4:0 bei Bayern München

Torjubel: Ewa Pajor (VfL Wolfsburg) schoss das 3:0 gegen die Bayern. Foto: regios24/Darius Simka

Wolfsburg. Das war die perfekte Antwort auf das Viertelfinalaus in der Champions League gegen Olympique Lyon: Mit 4:0 (2:0) fegten die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg den FC Bayern München im Halbfinale auswärts vom Platz und stehen nach vier Erfolgen in Serie (2015, 2016, 2017 und 2018) erneut im Finale des DFB-Pokals.

Die letzte Niederlage im Wettbewerb hatte es im Achtelfinale der Saison 2013/14 (0:1 gegen den 1. FFC Frankfurt) gegeben.
„Wir haben das Champions-League-Aus als Extra-Motivation genommen“, erklärte VfL-Trainer Stephan Lerch nach der Partie. „Wir wollten in den Zweikämpfen aggressiv sein und das Spielgeschehen in die Bayern-Hälfte verlegen. Das haben wir von Minute eins an umgesetzt.“

Obwohl die Elf von Coach Thomas Wörle, die sich unter der Woche erstmals für das Semifinale in der Königsklasse qualifiziert hatte, in der Bundesliga punktgleich mit den Wölfinnen auf Platz zwei liegt und seit 20 Pflichtspielen ungeschlagen gewesen war, blieb sie über die gesamte Spielzeit komplett chancenlos.

Schon in Minute fünf hätten die Niedersachsen in Führung gehen können, Kristine Minde scheiterte aber an Bayerns Torhüterin Manuela Zinsberger. Für das 1:0 sorgte dann Mittelfeldspielerin Caroline Hansen, die nach Vorarbeit von Sara Gunnarsdottir und Pernille Harder noch zwei Gegenspielerinnen nass machte, mit links einschoss und ihren Treffer wie Paris Saint-Germains Jungstar Kylian Mbappé mit verschränkten Armen vor der Brust zelebrierte (25.).

Griffig und hochkonzentriert in den Zweikämpfen erhöhte der Spitzenreiter nur drei Minuten später, und wieder hieß die Torschützin Hansen.

FCB-Verteidigerin Carina Wenninger klärte eine Hereingabe von Ewa Pajor direkt vor die Füße der Dänin, die sich bedankte und zum 2:0 einschob.

Selbst ein Doppelwechsel vor der Pause half den Gastgeberinnen nicht, die sich noch zwei weitere Gegentreffer fingen: Erst erhöhte Pajor nach Assist von Gunnarsdottir (53.), dann besorgte Harder den Endstand (66.).

Im Endspiel, das am Mittwoch (1. Mai) um 17.15 Uhr im Rhein-Energie-Stadion in Köln steigt, treffen die VfL-Frauen auf den SC Freiburg, der sich bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 2:0 durchsetzte.

Tore: 0:1 Hansen (25.), 0:2 Harder (31.), 0:3 Pajor (53.), 0:4 Harder (66.).

VfL: Schult – Maritz, Fischer (80. Goeßling), Doorsoun, Peter – Hansen (84. Wolter), Gunnarsdottir, Popp, Minde – Harder, Pajor (73. Masar).

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