Bundestrainer Löw lobt den VfL

Deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielt 1:1 in Wolfsburg gegen Serbien

Die Mannschaft bedankt sich in Wolfsburg bei den Fans. Foto: regios24/Sebastian Priebe

Wolfsburg. Mit 26 101 Zuschauern war die Volkswagen-Arena ausverkauft, und die Zuschauer in Wolfsburg sorgten für eine tolle Stimmung: Mit einem 1:1 (0:1) gegen Serbien ist die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft ins Länderspieljahr 2019 gestartet.

Ohne die von Bundestrainer Joachim Löw ausgebooteten Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller, die von den Fans mit Spruchbändern bedacht wurden, tat sich die neuformierte DFB-Elf im ersten Durchgang enorm schwer und geriet in der 12. Minute in Rückstand: Nach einer Ecke stand Eintracht Frankfurts Stürmer Luka Jovic am Fünfmeterraum völlig frei und nickte zur Gästeführung ein.

Timo Werner hatte gleich zwei Möglichkeiten auf den Ausgleich, scheiterte aber jeweils an Serbiens Keeper Marko Dmitrovic (22., 37.). Erst mit der Hereinnahme von Marco Reus und Leon Goretzka wurde das deutsche Spiel zwingender.

Vor allem war es aber Linksaußen Leroy Sané, der das Team von Coach Mladen Krstajic mit seinen Sololäufen immer wieder durcheinanderwirbelte und auch an der bis dahin größten Chance beteiligt war: Nach exzellenter Hackenvorlage des Jungstars von Manchester City umkurvte Ilkay Gündogan, der nach der Auswechslung von Manuel Neuer die Kapitänsbinde trug, Serbiens Schlussmann, seinen Abschluss grätschte Nemanja Maksimovic aber noch vor der Torlinie weg (65.).

Für das längst überfällige 1:1 sorgte Goretzka, der nach Assist von Reus noch einen Gegenspieler tunnelte und per Rechtsschuss halbhoch ins linke Eck traf (69.). Eine Schrecksekunde gab es dann noch in der Nachspielzeit, als Milan Pavkov Sané völlig übermotiviert und hart aufs Sprunggelenk stieg – der 23-Jährige konnte von Glück reden, dass er sich nicht schwer verletzt hat.

„Schade, dass wir so früh durch ein Standardtor in Rückstand geraten sind“, sagte Löw nach der Partie. „Man hat in der ersten Halbzeit gemerkt, dass die Automatismen noch nicht so da sind. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft ein gutes Signal ausgesendet.“

Bereits im Vorfeld hatte sich der Bundestrainer lobend über den VfL geäußert: „Wir freuen uns alle, dass sich der VfL in dieser Saison stark verbessert präsentiert. Die Mannschaft spielt einen sehr, sehr guten, attraktiven Fußball. Manager Jörg Schmadtke und Trainer Bruno Labbadia leisten hier gute Arbeit.“ Und auch einem Wölfe-Trio machte der 59-Jährige Hoffnung auf eine Zukunft im DFB-Dress: „Maximilian Arnold, Yannick Gerhardt und Robin Knoche waren ja schon bei uns oder in den U-Mannschaften. Natürlich beobachten wir sie.“

Gleich zehn ihrer Mannschaftskollegen sind momentan mit ihren Auswahlmannschaften im Einsatz: Renato Steffen, Admir Mehmedi (beide Schweiz) Josip Brekalo (Kroatien), John Anthony Brooks (USA), Koen Casteels (Belgien), Yunus Malli (Türkei), Marcel Tisserand (DR Kongo), Felix Uduokhai (Deutschland U21), Gian-Luca Itter (Deutschland U20) und John Yeboah (Deutschland U19).

Tore: 0:1 Jovic (12.), 1:1 Goretzka (69.).

Deutschland: Neuer (46. ter Stegen) – Klostermann (90. Kehrer), Tah, Süle, Halstenberg – Kimmich, Gündogan – Brandt (56. Goretzka), Havertz (46. Reus), Sané (90.+6 Schulz) – Werner.

Zuschauer: 26 101 (Volkswagen-Arena, ausverkauft). Rote Karte: Pavkov (90.+3/grobes Foulspiel)

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