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Die Remis-Serie des VfL ist geknackt

Fußball-Bundesliga: Wolfsburg gewinnt 3:0 gegen Mainz – Tore: Arnold, Weghorst und Knocke

Jubel: Ohis Felix Uduokhai und Robin Knoche. Foto: regios24/ Simka

Wolfsburg. Grün-weißer Jubel! Die Remis-Serie ist geknackt! Die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg feierten – nach zuvor sechs Unentschieden in Folge – endlich mal wieder einen Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05. Mit dem 3:0 (1:0) fuhren die Mannen von VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia zudem ihren ersten „Dreier“ des Jahres in der Volkswagen-Arena ein.

Dabei waren es zwei Eigengewächse, die zu gefeierten Helden wurden: Maximilian Arnold erzielte bereits nach vier Minuten mit einem trockenen Distanzschuss die frühe 1:0-Führung für die „Wölfe“. Und nachdem Wout Weghorst per Handstrafstoß (70.) erhöht hatte, war es Jubilar Robin Knoche vergönnt, mit dem 3:0 (76.) für die endgültige Entscheidung zu sorgen.

Der 26-jährige Innenverteidiger, der bereits seit 2005 das Trikot der Grün-Weißen trägt, bestritt gegen Mainz sein 150. Bundesliga-Spiel – und krönte dieses mit seinem ersten Saisontor und neunten Bundesliga-Treffer überhaupt. Kein Wunder, dass der „Wölfe-Anhang“ Robin Knoche nach der Partie gebührend feierte.

Labbadia hatte nach dem 3:3 in Freiburg keinen Wechsel in der Startformation vorgenommen. Admir Mehmedi, der zuletzt aufgrund von Adduktorenproblemen gefehlt hatte, war zwar wieder einsatzbereit, musste zunächst aber auf der Bank Platz nehmen.

Wout Weghorst begann als Einzelkämpfer in der Sturmmitte, über Außen sollten Renato Steffen und Josip Brekalo wirbeln. Keine 240 Sekunden waren vorüber, da brandete erstmals Jubel auf in der nur mit 20 334 Zuschauern gefüllten Volkswagen Arena auf. Eine schöne Kombination über Yannick Gerhardt und Josip Brekalo schloss Maximilian Arnold mit einem satten Flachschuss aus rund 20 Metern ab – das frühe 1:0 für die „Wölfe“.

Doch gut tat der Treffer dem VfL-Spiel lange Zeit nicht. Es schlichen sich viele Unzulänglichkeiten ins Passspiel ein, die Partie stand auf einem allenfalls mäßigen Niveau. Während von den Gästen offensiv kaum Gefahr ausging, hatte der VfL durch William (33.) noch eine gute Chance, doch der Rechtsverteidiger verzog nach Arnolds Kopfballablage.

Hinein in Durchgang zwei, in dem es die Wolfsburger zunächst gleich mehrfach aus der Distanz versuchten: Josip Brekalo (49., 56.) schoss jeweils vorbei, einen Arnold-Freistoß (54.) parierte Mainz-Keeper Florian Müller. Der VfL bekam das Spiel mehr und mehr in den Griff, doch wieder war es Müller (67.), der bei Weghorsts Volleyabnahme einen höheren Rückstand verhinderte.

Drei Minuten später war er allerdings machtlos: Der Videoschiedsrichter hatte sich zu Wort gemeldet, Referee Benjamin Cortus überprüfte ein Handspiel von Jean-Philippe Gbamin am Bildschirm – und zeigte auf den ominösen Punkt. Müller ahnte zwar die Ecke, konnte das neunte Saisontor von Weghorst jedoch nicht verhindern. In der 76. Minute machte Knoche alles klar, als er nach einem Gerhardt-Seitfallzieher in bester Torjägermanier aus kurzer Distanz erfolgreich war und den 3:0-Endstand herstellte.

„Mainz hat uns heute echt viel abverlangt. Wir haben mit dem 1:0 nicht die erhoffte Sicherheit bekommen, was aber nicht nur an uns lag, auch wenn wir in der Phase schon auch einfache Ballverluste hatten. Es lag aber vor allem auch daran, dass Mainz das positionsmäßig gut gemacht hat“, meinte VfL-Chefcoach Bruno Labbadia. „In Halbzeit zwei haben wir das Spiel mehr unter Kontrolle bekommen und den Ball besser laufen lassen. Zum richtigen Zeitpunkt haben wir dann auch das 2:0 gemacht. Das 3:0 ist ein sehr, sehr gutes Ergebnis für uns, es spiegelt aber nicht das relativ ausgeglichene Spiel wider.“

Mainz’ Trainer Sandro Schwarz haderte mit der fehlenden Durchschlagskraft seiner Schützlinge und der Strafstoßentscheidung. „Mit dem 2:0 war das Spiel gelaufen, wie hatten keine Ergebnis-Chance mehr.“

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