Volle Konzentration auf die Liga

Fußball: Der VfL Wolfsburg scheitert im Pokal in Leipzig – Am Samstag Auswärtspartie in Freiburg

Enttäuscht verabschiedeten sich die Spieler des VfL Wolfsburg am Mittwoch von ihren nach Leipzig mitgereisten Fans. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Es hat einfach nicht sein sollen – die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg hatten am Mittwoch im DFB-Pokal bei RB Leipzig mit 0:1 das Nachsehen. Für den Pokalsieger von 2015 ist damit im Achtelfinale Schluss.

Die Wölfe gerieten bereits früh in Rückstand. Schon in der neunten Spielminute erzielte Matheus Cunha das 1:0 für den Bundesliga-Vierten. Für RB ist der Sieg eine Premiere: Die Sachsen zogen zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Runde der letzen Acht des prestigeträchtigen DFB-Pokals ein. „Mit dem 0:1 ist uns etwas das Vertrauen verloren gegangen, so dass wir den Gegner dann auch aufgebaut haben“, analysierte VfL-Coach Bruno Labbadia.

Dabei agierte der Übungsleiter getreu dem Motto „never change a winning team“ (Ändere niemals eine siegreiche Mannschaft). Er bot dieselbe Elf auf, die noch am Samstag 1:0 bei Hertha BSC gewann. Maximilian Arnold agierte auf der Sechs, vor ihm sollte Yunus Malli das Offensivspiel gestalten. Renato Steffen und Wout Weghorst sollten zudem im Angriff für Akzente sorgen.

Aber es kam anders: Leipzig ging in Führung. Die Wölfe antworteten mit einer Doppelchance durch Malli und Steffen. Bis zur Halbzeit behielten die Hausherren das Spiel komplett unter Kontrolle.

Trotz einer weiteren Druckphase nach der Pause verpasste es Wolfsburg, Leipzig entscheidend unter Druck zu setzen. „Die Mannschaft hat zum Schluss der zweiten Halbzeit alles nach vorne geworfen. Es waren Kleinigkeiten, die uns vorne gefehlt haben“, meinte Labbadia und bilanzierte: „Wir wären sehr gerne weitergekommen. Wir haben alles versucht und sind auch sehr gut ins Spiel gekommen. Das Tor kam ein bisschen aus dem Nichts, was uns zurückgeworfen hat – auch im Ballbesitz, wo wir Leipzig immer wieder in die Breite ziehen wollten, damit sie nicht so den Zugriff haben.“

Nun können sich die Wölfe komplett auf den Liga-Alltag im Fußball-Oberhaus konzentrieren. Dabei hat der VfL am Samstag (Anstoß: 15.30 Uhr) eine schwierige Auswärtsaufgabe vor der Brust. Die Wölfe reisen zum Dreizehnten nach Freiburg. „Wir spielen wieder gegen einen laufstarken Gegner. Aber das nehmen wir an“, blickt der Trainer voraus. Für Wolfsburg geht es in dieser Saison um einen Platz im internationalen Geschäft.

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