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Weghorst beschert VfL den „Dreier“

Fußball-Bundesliga: Bei der Hertha fahren die Wolfsburger den ersten Rückrundensieg ein

Stürmer Wout Weghorst (Mitte) war im Olympiastadion im richtigen Moment zur Stelle, um den Schlappen für den 1:0-Siegtreffer des VfL Wolfsburg hinzuhalten. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Da ist er, der ersehnte erste Sieg für den VfL Wolfsburg im neuen Jahr! Durch ein Tor von Stürmer Wout Weghorst siegte der Fußball-Bundesligist mit 1:0 (0:0) bei Hertha BSC, brachte den Hauptstädtern die erste Rückrundenniederlage bei und bewies mal wieder seine Stärke auf des Gegners Platz (19 Punkte aus zehn Spielen, Platz drei in der Auswärtstabelle).

Die Wölfe, bei denen Yunus Malli wie erwartet den verletzten Admir Mehmedi (Adduktorenzerrung) im offensiven Mittelfeld vertrat – zudem lief Paul Verhaegh anstelle des formschwachen William als Rechtsverteidiger auf –, hatten in Minute 18 durch den wohl besten Mann auf dem Platz gleich zwei dicke Gelegenheiten auf die Führung.

Nach geklärter Ecke von Valentino Lazaro spielte Yannick Gerhardt einen wunderbaren Diagonalball auf Malli, der auf links den durchgestarteten Jerome Roussillon sah. Dann wurde es kurios: Erst scheiterte der pfeilschnelle Linksverteidiger an der Fußabwehr von Hertha-Torwart Rune Jarstein, den Abpraller nahm der Franzose reflexartig mit rechts, traf aber nur den Kopf des Norwegers, von wo aus das Leder auf die Oberkante der Latte und dann ins Aus flog.

Einen Aluminiumtreffer hatte auch die Elf von Trainer Pal Dardai zu bieten: VfL-Keeper Koen Casteels verschätzte sich nach Lazaros Freistoßflanke in Minute 23 komplett, Innenverteidiger Karim Rekik setzte die Kugel aber per Kopfballaufsetzer auf den Querbalken. Dann waren wieder die Niedersachsen dran: Renato Steffen schlenzte das Leder nach toller Hackenablage von Malli nur Zentimeter am linken Tordreieck vorbei (26.).

Nach ansehnlicher erster Hälfte mit leichten Vorteilen für die ganz in weiß gekleideten Gäste waren es die Hauptstädter, die mit mehr Dampf aus der Kabine kamen. Richtig zwingend wurde es aber nicht, der halbhohe, zentrale Fernschuss von Hertha-Eigengewächs Arne Maier stellte Casteels vor keine größeren Probleme (64.).

Eine Zeigerumdrehung später lag das Spielgerät dann im Kasten der Heimmannschaft. Und es war kein Zufall, dass der Assistgeber Roussillon hieß. Der 26-Jährige, der schon die Chance von Steffen kurz vor der Pause vorbereitet hatte (43.), entwischte nach Durchstecker von Elvis Rexhbecaj Lazaro im Rücken, seinen Querpass drückte Weghorst mit dem rechten Außenrist über die Linie – der siebte Saisontreffer des Niederländers.

Zum Schluss durfte sich das Team von Coach Bruno Labbadia bei seinem Torhüter bedanken, dass die Hertha nicht noch zum Ausgleich kam. Nach Ballverlust des eingewechselten Josip Brekalo flankte Davie Selke auf Marko Grujic, der mit seinem wuchtigen Kopfball aber ebenso in Casteels seinen Meister fand wie der nachsetzende Vladimir Darida (81.). Zudem verhinderte der Belgier per exzellenter Fußabwehr gegen den von Salomon Kalou herrlich in Szene gesetzten Selke das 1:1 (90.).

So durfte der Innenverteidiger und gebürtige Berliner John Anthony Brooks die Punkte aus der Hauptstadt mitnehmen, durch die der VfL in der Tabelle von Platz acht auf sechs kletterte und sich damit wieder auf einem Europa-League-Rang befindet.

VfL: Casteels – Verhaegh, Knoche, Brooks, Roussillon – Arnold – Gerhardt, Rexhbecaj (90.+2 Uduokhai) – Malli (86. William) – Steffen (67. Brekalo), Weghorst.
Tor: 0:1 Weghorst (65.).

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