Ohren auf: Königslutter zum Hören

Der akustische Spaziergang durch die Domstadt ist ein neues touristisches Angebot

Regionalmanager Michael Schmidt, Alexander Hoppe, Zarah Espenhain und Dr. Norbert Funke (von links) präsentieren eine der Stelen, auf denen die QR-Codes und Telefonnummern angegeben sind. Foto: Stadt Königslutter/oh

Königslutter. Ein Arzt, der in einer offenen Sprechstunde von seinem geräumigen Wohnhaus, dem geschäftigen Treiben auf dem Marktplatz und von seiner Erfindung der Homöopathie erzählt? Ein Mönch, der sich über den Trubel am Kaiserdom am Peter- und Paulstag beschwert?

Genau das gibt es jetzt in Königslutter bei einer ganz besonderen Stadtführung auf die Ohren: An neun markanten Orten in der Stadt sind Stelen aufgebaut, auf denen QR-Codes und Telefonnummern angegeben sind. Mithilfe eines Smartphones oder Handys können die Spaziergänger darüber Audios in Deutsch oder Englisch abrufen und ganz nebenbei Wissenswertes über die Attraktionen der Stadt erfahren.

„CultureCall“ – so nennt sich das Projekt, das Zarah Espenhain und Norbert Funke, zuständig für Tourismus und Kulturmanagement, zusammen mit einer Delmenhorster Firma entwickelt haben. „Wir möchten den Weg durch die Altstadt, zwischen Dom und Stadtkirche, zu einem vergnüglichen Erlebnis für unsere Gäste machen und sie von einem zum anderen Highlight locken“. So erfahre man etwa an der Stadtkirche nicht nur etwas über deren Baugeschichte, sondern auch, dass der Monat September in Königslutter vor langer Zeit 31 Tage hatte.

„Mit spannenden und kurzweiligen Geschichten können wir auch Besucher erreichen, die auf trockene Informationen keinen Wert legen, die aber gern mehr über die Stadt erfahren möchten,“ ist Bürgermeister Alexander Hoppe überzeugt und ergänzt: „Ich freue mich besonders, dass dieses wichtige Projekt mit Fördermitteln realisiert werden konnte.“

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 40 000 Euro€, davon sind etwa 26 500 Euro als Fördermittel über die Ile-Region Elm-Schunter aus der Zile-Richtlinie Ländlicher Tourismus gewährt worden. Unterstützung leistete dabei Regionalmanager Michael Schmidt vom Amtshof Eicklingen.

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