24. Januar 2019
Menschen

Musik als Ventil: Rap lässt Gefühle frei

Der Lutteraner Deutsch-Rapper FDN möchte mit seiner Musik so viele Menschen wie möglich erreichen

FDN rappt vor bedrohlich wirkender Kulisse von Höhen und Tiefen im Leben. Foto: FDN/oh

Königslutter. Fahri-Deniz Neumann ist Rapper. Als Kind kam der Königslutteraner zur Musik und hörte damit nie wieder auf. Im Dezember ging jetzt die neueste Single unter seinem Künstlernamen „FDN“ auf YouTube online und wurde bisher über 2500 Mal geklickt. Mittlerweile gibt es den Song auch auf Deezer, iTunes und apple Music – und demnächst auf Spotify.

Im Interview mit Jaquelin Ohk von szene38 spricht der junge Rapper über seine Inspirationen und die Rolle der Region 38 als Lebens- und Kreativraum.

FDN, bitte stelle dich kurz vor!
Ich bin Deniz, 22 Jahre alt und komme aus Königslutter.

Woher stammt dein Name und was bedeutet dieser?
FDN ist mein Künstlername und steht für die Initialen meines gesamten Namens: Fahri-Deniz Neumann.

Wann und wie bist du zur Musik gekommen?
Ich beschäftige mich schon seit meiner Kindheit mit Musik – speziell mit Rap.

Warum machst du Deutsch-Rap? Was fasziniert dich an dem Genre?
Für mich ist Musik ein Ventil: Man kann mit Musik Gefühle ausdrücken, die man sonst in sich gefangen hält. Meinen ersten Track habe ich 2014 aufgenommen. Nach der positiven Resonanz habe ich beschlossen, es weiter durchzuziehen. Wie schon gesagt, kann ich mit Rap einfach verschiedene Fassaden meiner Gefühle wiedergeben. Ob glücklich oder traurig, ob gechillt oder aggressiv. Du kannst eine persönliche Message mit dem passenden Beat und Text an den jeweiligen Hörer überbringen.

Wie entstehen deine Songs? Und wie würdest du deinen Sound beschreiben?
Je nachdem wie ich drauf bin, wie ich Bock habe und natürlich was ich den Leuten in diesem Augenblick „erzählen“ will. Es kommt einfach auf die Stimmung an. Wenn ich zum Beispiel gerade Bock habe, über Sex, Drogen oder Alkohol zu schreiben, dann kann ich auch nur darüber schreiben. Da brauche ich erst gar nicht zu versuchen, über „Blümchen“ zu erzählen – da kommt dann nur Müll heraus.

Um was geht es in deinem Song „C’est la vie“ ?
Bei „C’est la vie“ geht es einfach darum, dass ich Bock habe, diesen Weg mit meinen Leuten zu gehen – auch wenn er lang ist. Natürlich will ich damit auch ein bisschen unsere Gegend repräsentieren.

Von wem oder was lässt du dich dafür inspirieren?
Von dem Leben im Allgemeinen. Manchmal läuft es scheiße, manchmal läuft es gut. Es geht darum, dass wir selbst verantwortlich sind und das Beste daraus machen müssen.

Welche Rolle spielt die Region 38 als Lebens- und Kreativraum für dich?
Ich bin hier geboren, sie ist meine Heimat, ich wohne hier, ich lebe hier, meine Familie ist hier, meine Leute sind hier – hier fühle ich mich einfach wohl.

Was sind deine kurz- und langfristigen Ziele?
Mein Ziel ist es, so viele Menschen wie möglich mit meiner Musik zu erreichen, meine Familie stolz zu machen, meine Gegend – die Region 38 – zu repräsentieren und die Leute zu motivieren. Ich freue mich über jeden Support und bin dankbar für jeden, der mir auf diesem Weg hilft! Jeder kriegt das, was er verdient! Gib‘ Respekt und du kriegst Respekt!

Das komplette Interview lesen Sie auf szene38.

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