VfL will Sieg gegen Hoffenheim - Neue Helmstedter
7. Dezember 2018
Sport

VfL will Sieg gegen Hoffenheim

Fußball-Bundesliga: Im Heimspiel fallen John Anthony Brooks und William aus

Am Ball: Daniel Ginczek vom Vfl. Foto: Darius Simkaregios24

Wolfsburg. Zwei Siege in Folge, das macht Appetit auf mehr. Dem 1:0 gegen Leipzig und dem 2:1 in Frankfurt will Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) in der Volkswagen Arena gegen die TSG 1899 Hoffenheim einen weiteren Sieg folgen lassen.

Die zuletzt so erfolgreiche Stammformation der Wolfsburger wird gegen das Team aus Sinsheim indes gesprengt. Die Flut der gelben Karten in Frankfurt – sieben VfL-Akteure wurden verwarnt – hat für zwei Wolfsburger Defensivspezialisten Konsequenzen. Abwehrchef John Anthony Brooks sah seine fünfte gelbe Karte, weil er den Abstand der Wolfsburger Mauer bei einem Freistoß der Frankfurter selbst abschritt. Sehr zum Ärger von Schiedsrichter Sascha Stegemann, der den US-Amerikaner daraufhin verwarnte. Brooks fehlt den „Wölfen“ heute, er ist ebenso gesperrt wie Rechtsverteidiger William, der Sekunden vor Abpfiff der Frankfurt-Partie von Stegemann die fünfte gelbe Karte der Saison gezeigt bekam.

Für die beiden heute gesperrten VfL-Abwehrspieler endet somit eine Serie. Sie waren die einzigen Wolfsburger, die in der Hinrunde bislang keine einzige Minute verpasst hatten. Ebenfalls auf der Ausfallliste des VfL stehen Abwehrspieler Marcel Tisserand (Muskelfaserriss) und Mittelfeld-Stratege Ignacio Camacho (Sprunggelenksverletzung). Die Ausfälle von Brooks und William bieten Nachrücker-Kandidaten die Chance, sich für weitere Aufgaben in den Fokus von Trainer Bruno Labbadia zu bringen. Für Brooks könnte Felix Uduokhai ins Abwehrzentrum rücken, der Ersatzkandidat auf der rechten Außenposition ist Routinier Paul Verhaegh, der in den vergangenen Wochen nicht über eine Zuschauerrolle hinausgekommen war.

Doch eins ist klar: Jene Defensiv-Formation, die Labbadia gegen Hoffenheim auf den Rasen schickt, hat so in dieser Saison noch nicht zusammengespielt. Erfreuliches gibt es von Sommer-Zugang Felix Klaus. Der Ex-Hannoveraner ist nah dran an seinem Comeback. Am Montag stand der 26-Jährige 90 Minuten lang für den VfL-Förderkader auf dem Platz.

Das Team traf im zweiten Vorrundenspiel im Premier League International Cup im Lamex-Stadium in Stevenage auf die U23 der Tottenham Hotspurs. Bei der 1:2-Niederlage des VfL hatte Klaus, der erstmals seit April wieder über die volle Distanz auf dem Platz stand, bereits in der 3. Minute seine auffälligste Szene, als er mit einem 16-Meter-Schuss nur den Pfosten traf. Die wichtige Erkenntnis aus diesem Förderkader-Spiel: Der Außenstürmer scheint körperlich bereit für ein Bundesliga-Comeback. Noch fehlt ihm indes Spielpraxis, der Weg in Labbadias Startelf dürfte noch ein weiter sein.

Zudem sind die offensiven Außenbahnen beim VfL derzeit mit Daniel Ginczek und Admir Mehmedi gut besetzt. Mit der TSG Hoffenheim stellt sich heute ein offensivfreudiges Team in der Volkswagen Arena vor. Die Elf um Trainer Julian Nagelsmann ist seit sechs Partien im deutschen Fußball-Oberhaus ungeschlagen (4 Siege, 2 Remis) und erzielte dabei ein Torverhältnis von 17:7. Mit 21 Punkten belegt die TSG derzeit Platz sechs. Womöglich ist auch Nagelsmann heute zu kleinen Umstellungen gezwungen.

Ein Wackelkandidat ist Andrej Kramaric. Der kroatische Vizeweltmeister laboriert an einer Kniereizung und musste in dieser Woche kürzertreten. Wie stark und wie lange der TSG-Stürmer pausieren muss, ist nicht absehbar. Immerhin: Ein struktureller Schaden im Gelenk scheint nicht vorzuliegen. Deshalb ist nicht ausgeschlossen, dass Kramaric sich für einen Einsatz in Wolfsburg fit meldet.

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