Regionalligist stellt keine Hürde dar - Neue Helmstedter
20. November 2018
Sport

Regionalligist stellt keine Hürde dar

Fußball: Die VfL-Frauen siegen im DFB-Pokal in Forstern mit 3:0

Zsanett Jakabfi traf in Forstern gleich dreifach. Foto: regios24

Wolfsburg. Titelverteidiger VfL Wolfsburg steht wie erwartet im Viertelfinale des DFB-Pokals der Frauen. Im Achtelfinale bei Regionalligist FC Forstern setzten sich die Grün-Weißen vor 2000 Zuschauern mit 9:0 durch – nach dem 11:0 in der Zweitrundenpartie bei Hannover 96 der nächste Kantersieg im laufenden Wettbewerb.

Auf wen die Wölfinnen im Viertelfinale, das Mitte März ausgetragen wird, treffen, entscheidet sich erst am 10. Februar 2019. Fest steht hingegen, dass es bereits am Wochenende wieder auf Reisen geht. Am Sonntag, 25. November (14 Uhr), ist das Team von Cheftrainer Stephan Lerch in der Bundesliga beim SC Sand zu Gast.

Vom angestrebten Elfmeterschießen war der Underdog aus dem Landkreis Erding zwar ein gutes Stück entfernt, seinen Platz in der Vereinsgeschichte des FC Forstern hat das ungleiche Kräftemessen aber sicher. Es war keine Überraschung, wie sich der Spielverlauf im Aufeinandertreffen zwischen einem Regionalligisten und einem ungeschlagenen Bundesliga-Tabellenführer entwickeln würde: Die Wölfinnen nahmen das Heft von Beginn an in die Hand, allerdings sorgte nicht zuletzt der holprige Rasen dafür, dass nicht jeder Spielzug zum Ziel führte.

Wenn es der FC Forstern mal schaffte, den Ball etwas länger in den eigenen Reihen zu halten, wurde es laut in Oberbayern – die Fans des Regionalligisten feierten nahezu jede gelungene Aktion. Bis sich die Qualitätsunterschiede erstmals im Resultat und somit auf der handbetriebenen Anzeigetafel ablesen ließen, verging immerhin eine knappe Viertelstunde: Zsanett Jakabfi drückte den Ball in der 14. Minute erstmals hinter die Linie des Forsterner Tores. Zehn Minuten später fiel der erste von zwei Premierentreffern: Joelle Wedemeyer erzielte das 2:0, ihr erstes Pflichtspiel-Tor im Dress des Wolfsburger Bundesliga-Teams. Anna Blässe (27.), Jakabfi (39.) und Hansen (41.) per Hammer-Freistoß stellten bis zum Pausenpfiff auf 5:0.

Über Sieg und Niederlage war längst entschieden, doch die Fans des Regionalligisten feierten einfach weiter – das Ergebnis war offenbar nebensächlich. Nicht für die Wölfinnen, die das Tempo hochhielten und ihren Gegner weiter unter Druck setzten. Und noch hatten die Gäste einige Tore im Köcher: Pernille Harder (56.), Jakabfi (58.) und Hansen (64.) schraubten das Resultat auf 8:0. Die eingewechselte Anna-Lena Stolze machte es ihrer Teamkollegin Joelle Wedemeyer nach und erzielte ihren ersten Pflichtspiel-Treffer – es war der 9:0-Endstand (83.).

„Wir wollten souverän eine Runde weiterkommen und dabei zielstrebig agieren – ich finde, das hat die Mannschaft gut umgesetzt“, sagte VfL-Trainer Stephan Lerch. „Wichtig war darüber hinaus, dass sich keine Spielerin verletzt hat, zumal der unebene Platz nicht einfach zu bespielen war. Wir haben die Verhältnisse gut angenommen und hin und wieder versucht, auch mit zwei oder drei Kontakten Lösungen zu finden. Großes Kompliment an den FC Forstern für die tolle Organisation. Man hat gemerkt, dass dieses Spiel eine große Strahlkraft in der Region entwickelt hat.“

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