Mehmedi bringt den VfL auf Kurs

Fußball: Mit einem 2:0 gegen Hannover zieht Wolfsburg ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein

Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit zum 2:0 machte „Wölfe“-Stürmer Wout Weghorst den Sack in der niedersächsischen Landeshauptstadt zu. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat das erste Aufeinandertreffen zweier Erstligisten in dieser DFB-Pokal-Saison für sich entschieden und ist ins Achtelfinale eingezogen. Bei Hannover 96 schossen Admir Mehmedi (20.) und Wout Weghorst (90.+3) die Treffer zum verdienten 2:0 (1:0)-Auswärtssieg in der zweiten Runde.

Die „Wölfe“ präsentierten sich gegen schwache Hannoveraner weitgehend überlegen. Henrik Weydandt (10.) und Ihlas Bebou (45.) vergaben noch die besten Gelegenheiten für die Gastgeber, denen insgesamt zu wenig einfiel, um das Achtelfinale zu erreichen. Wolfsburg agierte solide. Mehmedi traf vor der Pause wuchtig und sehenswert vorbei an Torwart Philipp Tschauner, der in der Liga nur Ersatz ist, unter die Latte. Weghorst legte in der Nachspielzeit zum 2:0-Endstand nach, als er im Fallen angeschossen wurde.

Während die Hannoveraner zu Beginn der Partie sehr tief standen, versuchten die „Wölfe“, im gegnerischen Abwehrriegel Lücken zu finden. Nach zehn Spielminuten hatten die Hausherren die erste nennenswerte Torchance, als Marcel Tisserand im Kopfballduell nicht sauber klären konnte und der Ball Weydandt sieben Meter vor dem Tor vor die Füße fiel. Dem 96-Stürmer versprang allerdings die Kugel, so dass VfL-Keeper Koen Casteels sie locker aufnahm.

Zeitweise fehlte dem VfL die Klarheit in den Offensivaktionen – bis er seine erste Möglichkeit eiskalt nutzte: Nach einem Einwurf im Mittelfeld setzte Weghorst Sturmkollege Daniel Ginczek perfekt in Szene. Dieser spielte von rechts quer in den Sechzehner, dort kam Mehmedi an den Ball und feuerte ihn aus schwierigem Winkel unter die Latte – 1:0 für den VfL (20.). Die Gäste lieferten in der Folgezeit eine gute Auswärtspartie ab, standen hinten sicher und ließen fast nichts zu. Erst kurz vor der Pause hatten die 96er den Ausgleich auf dem Fuß. Nach Zuspiel von Asano auf Ihlas Bebou schoss der Ex-Düsseldorfer den Ball aus kurzer Distanz am Tor vorbei (45.).

Nach dem Seitenwechsel startete Hannover etwas druckvoller, blieb aber in der VfL-Defensive hängen, sodass der Spielfluss wieder etwas verloren ging. In der Zwischenzeit hatte sich Torschütze Mehmedi an der Seitenlinie behandeln lassen, versuchte es nochmal – musste dann aber angeschlagen ausgewechselt werden. Unterdessen spielten die „Wölfe“ den sicheren Ball und standen tief, während die Hausherren mehr Initiative ergriffen, ihnen aber die klare Struktur fehlte.

In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Pokalfight, in dem die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia sehr kompakt stand. In der dritten Minute der Nachspielzeit war es VfL-Stürmer Weghorst, der nachsetzte und mit seinem Treffer den 2:0-Endstand herstellte.

„Wir haben in der ersten Halbzeit ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht, den Ball gut laufen lassen und ein sehr schönes Tor erzielt. Wir hatten das Spiel bis auf die eine Chance von Bebou gut im Griff“, sagte Labbadia. „In der zweiten Halbzeit hat Hannover mit den langen Bällen viel Druck gemacht. Doch meine Mannschaft hat den Kampf gut angenommen. Alles in allem sind wir zufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben. Vor allem, weil wir uns in Halbzeit zwei kompakt und als Mannschaft gut präsentiert haben.“

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