23. Oktober 2018
Menschen

Ein kleiner Piks gegen die Grippe

Region sagt den Viren den Kampf an: Am Donnerstag wird direkt im Gesundheitsamt geimpft

Die Grippesaison steht kurz bevor. Noch kann man sich schützen. Deshalb raten Ärzte jetzt zur Impfung. Symbolfoto: pxhereoh

Helmstedt. Die Grippe ist wieder im Anmarsch: Laut Robert Koch Institut ist jetzt, im Oktober, die beste Zeit, um sich noch schnell gegen die Viren impfen zu lassen.

Die Erkrankungswelle Anfang des Jahres war so heftig – in der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt etwa gab es 75 bestätigte Fälle –, dass die Gesundheitsämter in der Region alle Hebel in Bewegung setzen, um eine Wiederholung im kommenden Winter zu verhindern: Im Landkreis findet der Impfaktionstag am Donnerstag (25. Oktober) im Gesundheitsamt, Elzweg 19, zwischen 9 und 11.30 Uhr statt. Gesetzlich Versicherte können sich die Kosten, die bei etwa 20 Euro liegen, von der Krankenkasse erstatten lassen.

„In den vergangenen Jahren wurden bei gesetzlich Versicherten nur Impfungen gegen das bis dato am häufigsten auftretende Influenza A Virus angeboten. Da aber aus der letzten Saison vermehrt Influenza B Erkrankungen zu verzeichnen waren, können die Ärzte bei der aktuellen Grippeimpfung nun erstmals auf einen Vierfach-Impfstoff – eine neue Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung – zurückgreifen“, erklärt Matthias Schultz, Sprecher der Helios Klinik. „Dieser Vierfach-Impfstoff soll zumindest einen breiteren Schutz als die Impfung im vergangenen Jahr gewährleisten“, betont Matthias Schultz weiterhin.

Wer sollte sich impfen lassen?

Laut Robert-Koch-Institute wird der Schutz für alle Personen über 60 Jahren, für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, für Menschen mit chronischen Grunderkrankungen ab sechs Monaten sowie für medizinisches Personal einschließlich Mitarbeitern von Alten- und Pflegeheimen empfohlen.

Wie kann man sich schützen?

Zur Vorbeugung gibt Matthias Schultz außerdem folgende Tipps: „Sehr wichtig ist die Händehygiene. Dazu zählt gründliches und regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife sowie das Vermeiden von ‘unnötigem’ Händeschütteln. Und: Wer niest und hustet, sollte das nicht in die Hand, sondern in die Armbeuge. Denn die Viren übertragen sich entweder per Schmierinfektion oder Tröpfcheninfektion über die Luft.“

Des Weiteren stärken Sport und eine ausgewogene Ernährung das Immunsystem und schützen schon im Vorfeld vor der Grippe. Auch regelmäßiges Lüften hilft dabei, die Anzahl der Viren im Raum zu verringern.

Typische Symptome bekämpfen

Die Grippe beginnt immer sehr plötzlich und die Betroffenen klagen über ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl im ganzen Körper. Dazu tritt hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen und Müdigkeit, Gliederschmerzen, Augentränen, trockener Husten, trockene Kehle, angeschwollene Nasenschleimhaut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auf.

Wer sich trotz einer Impfung anstecke, leide vielleicht unter diesen typischen Symptomen, zum „Killer“ werde die Grippe dann aber nicht. „In diesem Fall helfen dann auch altbewährte Hausmittel schnell darüber hinweg“, sagt Matthias Schultz. „Dazu gehören Wadenwickel, Gesichtsdampfbäder, Nasenduschen, kalte Lappen im Nacken oder auf der Stirn, heiße Erkältungsbäder oder Halsgurgeln mit kaltem Salbeitee.“

 

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