Fußballerinnen des VfL gewinnen einseitige Partie - Neue Helmstedter
16. Oktober 2018
Sport

Fußballerinnen des VfL gewinnen einseitige Partie

Bundesliga: Wolfsburgerinnen siegen 3:0 bei Werder Bremen – Heute Champions-League-Heimspiel gegen Atletico Madrid

Erzielte zwei Tore im Bundesligaspiel bei Werder Bremen: Kristine Minde vom VfL Wolfsburg, hier im Zweikampf mit Laura Feiersinger(SC Sand). Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg bleiben in der Bundesliga auch nach dem vierten Spieltag das Maß der Dinge. Der Deutsche Meister gewann auf Platz 11 am Weserstadion beim SV Werder Bremen mit 3:0 (2:0) und hat nach vier Partien bei 17:0 Toren mit zwölf Punkten die Maximalausbeute verbucht.

Zsanett Jakabfi (10.) sowie Kristine Minde (26./86.) erzielten die Wolfsburger Tore in einer einseitigen Partie, in der die Gastgeberinnen laut ­VfL-Torfrau Almuth Schult „ausschließlich auf Schadensbegrenzung aus waren“. Einziger Ansatzpunkt für Kritik am Auftritt der VfL-Frauen – und darin waren sich anschließend alle einig: Der Favorit schlug zu wenig Kapital aus seinen Torchancen. „Es ist ärgerlich, dass wir einige Tormöglichkeit liegengelassen haben“, sagte Wolfsburgs Cheftrainer Stephan Lerch. „Das eine oder andere Tor mehr wäre möglich gewesen.“ Allzu hart ins Gericht wollte Lerch mit seinen Spielerinnen indes nicht gehen. „Bremen hat sehr destruktiv gespielt, stand ständig mit zehn Spielerinnen um den eigenen Sechszehner.“

Auf Lerchs Statistikzettel waren zudem drei Aluminiumtreffer durch Jakabfi (7.), Sara Gunnarsdottir (42.) und Claudia Neto (76.) verzeichnet. „Da hat uns einfach ein bisschen das Glück gefehlt.“ Ansonsten sei er „mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, betonte Lerch. „Wir haben drei Tore geschossen und keines kassiert.“

Jakabfi zielte drei Minuten nach ihrem Pfostentreffer etwas genauer und traf von der Strafraumkante zur 1:0-Führung. Werders Beton bröckelte in der 26. Minute erneut: Anna Blässe legte auf, Kristine Minde erzielte das 2:0.
Die Dominanz des VfL setzte sich nach dem Seitentausch fort. Das Geschehen spielte sich ausschließlich Werders Spielhälfte ab. Als sich alle Beteiligten und die rund 700 Zuschauer schon auf den ­2:0-Endstand einstellten, traf Minde nach einer unübersichtlichen Szene noch zum ­3:0-Endstand (86.).

„Es war ein schwieriges Spiel. Wir hatten viel Ballbesitz, haben das Tempo hochgehalten und sind verdient zu den Toren und zu den drei Punkten gekommen“, resümierte die Doppeltorschützin.

Mit Blick auf das Champions-League-Spiel am heutigen Mittwoch (19 Uhr, AOK-Stadion) gegen Atletico Madrid schonte Lerch Stürmerin Ewa Pajor, die zuletzt in zwei Partien sechsmal getroffen hatte. Für Topstürmerin Pernille Harder endete die Bremen-Partie aus selbem Grund bereits nach 45 Minuten.

Spiel kompakt

VfL Wolfsburg: Schult – Blässe (78. Peter), Fischer, Wedemeyer, Maritz – Neto, Gunnarsdottir – Hansen (61. Wolter), Harder (46. Masar), Minde – Jakabfi.

Tore: 1:0 Jakabfi (10.), 2:0 Minde (26.), 3:0 Minde (86.).

Zuschauer: 771 auf Platz 11 am Weserstadion.

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