Reichlich Lesestoff in vielen Kisten

Marion Bohn wird Gemeindeheimatpflegerin in Grafhorst

Marion Bohn und Heinz-Günter Faber sichten alte Unterlagen. Foto: Erik Beyen

Grafhorst. Marion Bohn, Pfarrerin im Ruhestand, hat die Aufgaben der Heimatpflege in Grafhorst von Heinz-Günter Faber übernommen. Der bekleidete das Amt 14 Jahre lang – mit einigen Höhepunkten, wie sich bei einem Lokaltermin herausstellen sollte. Dieser Tage riskierten Bohn und Faber einen Blick auf kistenweise alte Unterlagen. Für Bohn heißt das: Sie hat reichlich Lesestoff.

Heinz-Günter Faber ist ein Sammler im Auftrage der Dorfhistorie. Dort, wo einst die Bank in Grafhorst angesiedelt war, ist die Vergangenheit sozusagen in Kisten gepackt. Und die neue Heimatpflegerin staunte nicht schlecht, was da alles zum Vorschein kam: von alten Schulheften über Unterlagen aus der Weimarer Republik, bis hin zu altem politischen Lehrmaterial für angehende Staatsdiener – alles heimatbezogen und damit greifbare Geschichte.

Damit habe sie nun eine Weile zu tun, schmunzelte Bohn. Das Sammeln und Bewahren der Zeitgeschichte ist ein Aspekt der Heimatpflege. Der zweite betrifft die Gegenwart, denn auch die will dokumentiert und konserviert werden: Zeitungsbeiträge sammeln, Fotos von aktuellen Ereignissen schießen, Veränderungen festhalten, Bewahrenswertes von Grafhorstern sichten und entgegennehmen, und vielleicht kommt ja noch eine weitere Chronik. Auch das gehört dazu.

Die Dienstzeit Heinz-Günter Fabers war von Höhepunkten geprägt: 2009 feierte Grafhorst mit Breitenrode den 20. Jahrestag der Grenzöffnung mit einer großen Informationstafel. 2012 folgte die 800-Jahr-Feier in Grafhorst. An deren Planung und der dazugehörigen Chronik „Grafhorst kurz gefasst“, war Faber beteiligt.

Und dann ist da noch eine Sache, die vor 30 Jahren ihren Lauf nahm: die Partnerschaft Grafhorsts zur Stadt Landeck in Tirol (Österreich). Ein Urlaubstanz von Margot Faber mit dem Kapellmeister der Stadtmusikkapelle Landeck-Perjen legte den Grundstein dafür …

^