22 Klima-Pilgerer kommen heute nach Räbke

Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit führt nach Katowice

Die Dorfkirche und die Mühle Liesebach werden als „Kraftort“ vorgestellt. Die Organisatoren sind (v.l.) Klaus Röhr, Vorsitzender des Förderverein Mühle Liesebach und Paul Koch, Sozialdiakon i.R. Foto: Werner Gantz

Räbke. Unter dem Motto „Geht doch“!“ sind derzeit 22 Pilger auf dem Weg von Bonn nach Katowice in Polen und kommen dabei heute auch durch Räbke. Die Landeskirche Braunschweig gehört zu den Unterstützern des 3. Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit.

Als Startpunkt war Bonn gewählt, weil dort am 9. September, die letzte Welt-Klimakonferenz stattgefunden hat, Kattowice ist das Ziel der Reise, da dort ab 3. Dezember die Spielregeln für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens verhandelt werden. Die Route führte durch das Ruhrgebiet nach Hannover und aus dieser Westrichtung trifft die Gruppe heute von Königslutter kommend in Räbke ein.

Beteiligt sind in der Station Räbke Pfarrer Christopher Kumitz-Brennecke vom Landeskirchenamt und Propst Martin Fiedler von der Propstei Schöppenstedt, der um 12 Uhr in der Räbker St. Stephani-Kirche die offizielle Begrüßung der 22 Pilger vornimmt.

Schon am Ortseingang an der Obermühle wird Christian Lubkowitz die Besonderheiten des Dorfes vorstellen und auf den Braunschweiger Jakobs-Pilgerweg (Magdeburg bis Hildesheim) hinweisen.

Der Sozialdiakon i.R. Paul Koch berichtet dann über die Kindererholungszeiten in Räbke. Gruppen aus Tschernobyl und Fukushima wurden in kirchlicher Mission hier betreut. Der Diakon wird auch das Dilemma mit dem Atommüll ansprechen.
Menschen verschiedener Konfessionen verbinden durch ihre Teilnahme am Ökumenischen Pilgerweg ihre Freude am Pilgern mit dem Einsatz für Klimagerechtigkeit und Klimaschutz. Auf den Wegen liegen verschiedene „Kraftorte“ und „Schmerzpunkte“, die von den Pilgern besucht werden, oder den Pilgern nahegebracht werden.

Die Wanderung gilt zum Thema Klimaschutz als Symbolwerbung. Als „Schmerzpunkte“ werden den Pilgern Informationen zu den ehemaligen „Tschernobyl-Kindererholungen in Räbke“, dem „Weltatomerbe Braunschweiger Land“ und das „Atommüll-Endlager Morsleben“ verdeutlicht. Der Klima-Pilgerweg führt dann, nach einer stärkenden Mittagsmahlzeit, etwa gegen 14 Uhr weiter nach Schöningen.

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