4. Oktober 2018
Sport

„Wölfe“ erkämpfen leistungsgerechtes Unentschieden

Fußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg spielt 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach – Freitag tritt das Labbadia-Team bei Werder Bremen an

Vergab eine dicke Torchance in der Schlussphase des Spiels gegen Borussia Mönchengladbach: Jérôme Roussillon vom VfL Wolfsburg. Foto: Darius Simka/regios24

Wolfsburg. Zweimal lag der VfL Wolfsburg im Heimspiel des 6. Bundesliga-Spieltags gegen Borussia Mönchengladbach hinten, zweimal gelang dem Team von VfL-Cheftrainer Bruno Labbadia der Ausgleich.

Unter dem Strich stand vor 24 100  Zuschauern in der Volkswagen Arena ein leistungsgerechtes 2:2 (1:1)-Unentschieden, durch das beide Teams ihre Plätze in der oberen Tabellenhälfte behaupteten.
Für die Tore der Gäste aus Gladbach sorgten Alassane Plea (7.) und Thorgan Hazard (48.), aufseiten des VfL trugen sich Renato Steffen (12.) und Wout Weghorst (59.) in die Torschützenliste ein.

In der Schlussphase der Partie hatten die Hausherren sogar die Chance, die kämpferische Vorstellung noch mit einem dritten Tor zu vergolden – doch das Leder wollte nicht noch einmal im Kasten der Gladbacher landen.
Schon beim Gastspiel in Mainz war es den „Wölfen“ nicht gelungen, sich nach einer ansehnlichen Partie mit drei Zählern zu belohnen. So haderte vor allem Labbadia im Anschluss an die Begegnung mit der Punktausbeute der zurückliegenden Partien.

„Es ist gefühlt so, dass wir uns in den vergangenen beiden Spielen für den Aufwand mit zu wenigen Punkten belohnt haben. Aber dennoch war das eine klasse Moral gegen einen sehr spielstarke Mannschaft“, sagte der VfL-Coach.

Bereits nach sieben Minuten musste VfL-Schlussmann Koen Casteels den Ball erstmals aus dem Netz holen. Plea hatte den Ball per Schlenzer im langen Eck des „Wölfe“-Kastens untergebracht, Wolfsburgs Innenverteidiger Robin Knoch war zuvor indes nicht zwingend genug eingeschritten.

Der VfL antwortete schnell. Pleas Blackout in der eigenen Hälfte, als er einen fatalen Querpass spielte, nutzte Renato Steffen mit einem Flachschuss von der Strafraumkante zum 1:1 (12.). Kurz darauf jubelten die VfL-Fans erneut, aber Schiedsrichter Felix Zwayer gab das Tor von Weghorst aufgrund eines vorhergegangen Fouls des VfL-Angreifers nicht (20.). Elvedi rettet vor Steffen.

Der zweite Durchgang war ein Abziehbild des ersten: Kurz nach Wiederanpfiff verteidigten die Wolfsburger bei einem Borussia-Konter zu nachlässig, ließen Hazard nach feinem Zuspiel von Patrick Herrmann freistehend im Strafraum zum Abschluss kommen, der die Chance dankend annahm und zur 2:1-Führung für die Borussia traf (48.).

Erneut antworteten die Gastgeber. Nach einem präzise vorgetragenen Konter landete der Ball über Steffen und Yunus Malli bei Weghorst, der den Ball aus kurzer Distanz zum 2:2-Ausgleich ins Tor beförderte (59.).

Nun war der Labbadia-Elf anzumerken, dass vor heimischer Kulisse mehr als nur ein Punkt herausspringen sollte. Anders als im ersten Abschnitt drängten die „Wölfe“ auf den dritten Treffer. Doch William (80.) und Jerome Roussillon (90.+3) vergaben die dicksten Chancen in der Schlussphase.

Bereits an diesem Freitag (20.30 Uhr) geht es für die Wolfsburger weiter. Dann sind sie beim stark in die Saison gestarteten SV Werder Bremen zu Gast.

Spiel kompakt
VfL: Casteels – William, Knoche, Brooks, Roussillon – Camacho – Malli, Arnold (72. Rexhbecaj) – Steffen (88. Gerhardt), Brekalo – Weghorst (82. Ginczek).

Gladbach: Sommer – Lang (74. Jantschke), Ginter, Elvedi, Wendt – Kramer – Neuhaus (74. Cuisance), Zakaria – Herrmann, T. Hazard – Plea (82. Traore).

Tore: 0:1 Plea (7.), 1:1 Steffen (12.), 1:2 Hazard (48.), 2:2 Weghorst (59.).
Gelbe Karten: Brooks, Steffen / Elvedi, Kramer.
Zuschauer: 24 100 in der Volkswagen Arena.
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin).

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