Nichts zu holen gegen Freiburg - Neue Helmstedter
25. September 2018
Sport

Nichts zu holen gegen Freiburg

Fußball-Bundesliga: Die Breisgauer fügen dem VfL Wolfsburg die erste Saisonniederlage zu

Wolfsburgs Ignacio Camacho und Freiburgs Robin Koch im Kopfballduell. Die Gäste aus dem Schwarzwald durften am Ende einen Auswärtssieg feiern. Foto: regios24/Darius Simka

Wolfsburg. Viertes Spiel – erste Niederlage: Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg musste sich nach zuvor sieben Punkten aus drei Partien überraschend dem SC Freiburg mit 1:3 (0:2) geschlagen geben. Rund 23 000 Zuschauer in der Volkswagen Arena sahen einen verdienten Sieg der Gäste, die einen starken Auswärtsauftritt ablieferten.

Die Freiburger machten von Beginn an deutlich, dass sie die weite Anreise aus dem Schwarzwald keineswegs angetreten hatten, um die Punkte in Wolfsburg zu lassen. Das Team von Trainer Christian Streich präsentierte sich über die gesamten 90 Minuten als taktisch disziplinierte und vor allem konterstarke Mannschaft und ging bereits nach sieben Minuten in Führung. Lukas Kübler flankte von rechts außen in den Strafraum, Roland Sallai setzte sich in der Mitte gegen William durch und köpfte unhaltbar zum 1:0 für den SC ein.

„Der Spielverlauf hat einer Mannschaft, die leidenschaftlich auftritt und auch so verteidigt, absolut in die Karten gespielt. Für uns war er alles andere als gut. Man muss aber auch anerkennen, dass es Freiburg von der ersten Minute an sehr gut gemacht hat. Mit dem Ergebnis im Rücken hat die Mannschaft die Räume immer mehr geschlossen“, lobte VfL-Chefcoach Bruno Labbadia den Auftritt der Gäste.

In der Folgezeit hatten die „Wölfe“ zwar mehr vom Spiel, fanden aber nur selten ein Mittel gegen gut organisierte Freiburger. Und die schlugen wiederum eiskalt zu. Renato Steffen foulte im Strafraum Torschütze Sallai, Schiedsrichter Sascha Stegemann zeigte zu Recht auf den Elfmeterpunkt. Nils Petersen scheiterte zwar im ersten Versuch an VfL-Keeper Koen Casteels, versenkte den Abpraller jedoch per Kopf zum 2:0 für den SC in den Maschen – zugleich der Pausenstand.

VfL-Coach Bruno Labbadia reagierte zur zweiten Halbzeit, brachte mit Daniel Ginczek einen zweiten Stürmer neben Wout Weghorst. Doch anders als beim Last-Minute-Remis (2:2) gegen Hertha BSC wurde das Risiko diesmal nicht belohnt. Denn: Keine fünf Minuten nach Wiederanpfiff sorgte SC-Kapitän Mike Frantz mit dem 3:0 für die Vorentscheidung, als er nach feinem Zuspiel von Luca Waldschmidt zur Stelle war. „Mit dem Glauben, dass wir das Spiel mit einem Anschlusstreffer noch umbiegen können, war das 0:3 für uns natürlich tödlich“, gab Labbadia zu, dessen Mannschaft diesmal „ein paar Körner gefehlt“ hätten.

Nach einer Stunde Spielzeit keimte zwar noch einmal ein Fünkchen Hoffnung auf im VfL-Lager, als sich Admir Mehmedi auf rechts durchsetzte und mit einem Flachschuss auf 1:3 verkürzte. Zu mehr sollte es aber nicht reichen. Die besseren Chancen in der Endphase besaßen weiterhin die Freiburger, die als verdienter Sieger den Rasen verließen.

Gästecoach Christian Streich war natürlich „sehr glücklich“ über den Sieg in Wolfsburg und sprach zu Recht von einer „überzeugenden Leistung“ seiner Elf. Aber auch für den VfL hatte er Komplimente übrig: „Der VfL Wolfsburg hat nichts mehr mit dem zu tun, was er letztes Jahr war. Das Team ist fußballerisch extrem flexibel – lange Bälle, kurze Bälle, Diagonalpässe.“

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