„Wölfe“ in der Favoritenrolle - Neue Helmstedter
21. September 2018
Sport

„Wölfe“ in der Favoritenrolle

Fußball-Bundesliga: Der VfL trifft am Samstag in der Volkswagen Arena auf den SC Freiburg

Einsatz ungewiss: Josip Brekalo. Darius Simkaregios24

Wolfsburg. Die einen wollen weiter ungeschlagen bleiben, die anderen wollen den ersten Saisonsieg einfahren – es ist eine Konstellation, die einiges erwarten lässt, wenn sich die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg und des SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr) in der Volkswagen Arena gegenüberstehen.

Zumal: Ein 0:0 gab es zwischen diesen beiden Konkurrenten in Wolfsburg noch nie. Die Bilanz, sie verspricht nicht nur reichlich Tore – in den 32 Duellen zwischen dem VfL und den Breisgauern fielen immerhin 91 Treffer.

Die Bilanz, sie spricht auch für die „Wölfe“, die lediglich vier Heimspiele gegen den SC verloren und achtmal den Platz als Sieger verließen. Drei der vier vergangenen Partien in der Volkswagen Arena entschied der VfL für sich, zuletzt gab es einen 3:1-Erfolg im November 2017.

Ein Blick auf die vorige Woche lässt ebenfalls auf ein torreiches Duell am Samstag hoffen: Die „Wölfe“ lieferten sich – vor allem in der Schlussphase – ein packendes Duell mit Hertha BSC Berlin. Alle vier Treffer beim 2:2-Unentschieden fielen erst nach dem Seitenwechsel, drei davon sogar erst in den letzten zehn Minuten.

Nicht minder dramatisch ging es in Freiburg zu, wo das Derby gegen den VfB Stuttgart zu einem echten Spektakel wurde. Am Ende stand ein 3:3-Remis zu Buche, womit beide Kontrahenten ihren ersten Saisonpunkt einfuhren und zugleich beste Werbung für Offensivfußball betrieben.

Offensivstark – ein Attribut, das sich die Wolfsburger in dieser Spielzeit bislang auch zuschreiben durften. Mit sieben Treffern sind die Schützlinge von Trainer Bruno Labbadia die zweittreffsicherste Mannschaft der Liga, einzig Rekordmeister Bayern München durfte noch häufiger jubeln.

Bemerkenswert dabei: Diese sieben Treffer verteilen sich auf sechs verschiedene Torschützen, hinzu kam noch das Eigentor von Leverkusen-Keeper Ramazan Öczan. „Das ist definitiv gut“, sagt Cheftrainer Bruno Labbadia: „Dadurch bist du ein Stück unberechenbarer.“

Einer der bisherigen sechs VfL-Torschützen droht indes am Samstag auszufallen: Flügelflitzer Josip Brekalo konnte aufgrund einer Magenverstimmung nicht mit der Mannschaft trainieren.

Dennoch: Die Favoritenrolle müssen die Wolfsburger diesmal annehmen, schließlich treffen sie als ungeschlagener Tabellendritter vor heimischer Kulisse auf den Viertletzten. „Wir dürfen nicht den Fehler machen, nur auf die Tabelle und die Punkte zu schauen. Alle drei Spiele hätte Freiburg gewinnen können. Wir wissen, dass ein sehr intensives Spiel auf uns zukommt“, warnt Bruno Labbadia.

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