Revolutionäre auf den Barrikaden

Die Universitätstage bieten spannende Vorträge und lebhafte Debatten zum Thema Revolution

Postkartenwetter mit blauem sonnigen Himmel: Die Helmstedter Universitätstage finden in der alten Universität Juleum, Collegienstraße 1, statt. Foto (Archiv): Alfred Gogolin

Helmstedt. Revolutionen haben die Fantasie nicht nur von Intellektuellen beflügelt, den Traum von einer „besseren Welt“, die Hoffnung auf ein anderes Morgen. Was aber waren sie genau? Was unterschied sie von Rebellion und Protest? Und wie fühlte es sich an, ein „Revolutionär“ oder eine „Revolutionärin“ zu sein?

Mit diesen Fragen, Zusammenhängen und Lehren beschäftigen sich die 24. Helmstedter Universitätstage, die unter dem Motto „Revolution! – Verehrt – Verhasst – Vergessen“ von Donnerstag bis Sonntag (20. bis 23. September) im Juleum stehen.

Die Veranstaltungsreihe hat in diesem Jahr ein Fördervolumen von 55 000 Euro. Die Kino-Sondervorstellung (Roxy Lichtspiele, Nordertor 2) „Das Lied der Matrosen“ eröffnet das Programm am Donnerstag um 19.30 Uhr, ehe Bürgermeister Wittich Schobert am Freitag um 16.30 Uhr den offiziellen Startschuss der Veranstaltungsreihe erteilt. Ab 17 Uhr folgt ein Referat von Martin Sabrow, dem wissenschaftlicher Leiter der Universitätstage von der Universität Potsdam: „Deutsche Revolutionserinnerungen – 1848, 1918 und 1989“.

Insgesamt stehen sieben Vorträge auf dem Programm, die die verschiedenen Bilder, die Revolutionen des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts im Gedächtnis der Mit- und Nachwelt hinterließen, beleuchten – und immer auch danach fragen, wie Revolution und Demokratie aufeinander bezogen sind.

Außerdem findet eine Lesung aus „Beste Absichten“ von und mit Thomas Brussig, eine Führung mit Marita Sterly zur Helmstedter Universitätsgeschichte sowie ein Festgottesdienst in der St. Stephani-Kirche Helmstedt, Großer Kirchhof, mit einer Predigt von Prof. Dr. Jan Hermelink (Göttingen) statt.

Am Ende geht es auch noch einmal mit einer Rundfahrt physisch auf die Reise: Grenzenlos durch die junge Geschichte der deutsch-deutschen Revolution und die 40 Jahre währende Teilung.

Das komplette Programm gibt es im Internet auf der Homepage unter www.universitaetstage.de.

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