Entdecken, was verbindet - Neue Helmstedter
16. September 2018
Kultur

Entdecken, was verbindet

Tag des offenen Denkmals: Teilnehmer erleben fachkundige Führung

Während der Führung lernten die Teilnehmer Wissenswertes über den Dom. Werner Gantz

Königslutter. Gleich zu zwei öffentlichen Führungen hatte am vergangenen Sonntagnachmittag Dr. Norbert Funke, der für die Stadt Königslutter und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz tätig ist, in den Kaiserdom Königslutter eingeladen. Der Bauhistoriker konnte jeweils rund 35 Besucher aus der näheren Umgebung sowie ein Ehepaar sogar aus Diepholz begrüßen und freute sich über das große Interesse.

Das diesjährige Motto des Tags des offenen Denkmals – „Entdecken, was uns verbindet” – bezieht sich auf das Europäische Kulturerbejahr 2018. Es ist europaweit ausgerufen. Wegen der besonderen Fähigkeiten und Bauweisen holte Kaiser Lothar III. Architekten und Bildhauer aus Italien an den Elm.

Der Referent wies darauf hin, dass das besondere Mauerwerk im Allgemeinen sowie das Löwenportal kaiserlich sei. Der imperiale Machtanspruch sollte mit diesem Prachtbau zum Ausdruck kommen und der weltlichen Verteidigung der Kirche dienen.

Die Bauweise des Gewölbes, das auf vier Beinen steht, wurde von dem Fachmann erklärt und der Kreuzgang als Vorzeigebau den Gästen gezeigt.

Obwohl Lothar III. schon eine Kirche in Süpplingenburg besaß, wurde 1135 in Königslutter mit dem großzügigen Bau des Domes begonnen. Zwei Jahre später verstarb der Kaiser. Die Grablege erfolge am 31. Dezember 1137 im Rohbau.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zeigten sich dankbar für die angebotene, fachkundige Führung. Darüber hinaus kamen viele weitere Gäste zu einem Kurzbesuch in die Kirche. Empfangen wurden sie am Löwenportal und bekamen erste Angaben zu dem kürzlich umfangreich restaurierten Dom.

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