5. September 2018
Sport

Der VfL Lehre ist erster Tabellenführer

Handball-Landesliga: Während Warberg/Lelm und die Lehrschen deutliche Siege einfahren, verliert die HG Elm trotz einer soliden Leistung

Warbergs Erik Gronde zeigt in der Begegnung gegen Moringen sein Durchsetzungsvermögen. Foto: regios24/Darius Simka

Helmstedt. Zwei Siege und eine Niederlage – so lautete die Bilanz der drei Helmstedter Kreisvertreter am 1. Spieltag in der Handball-Landesliga.

HSV Warberg/Lelm – MTV Moringen 30:20 (13:11). Mit einem Paukenschlag meldete sich der HSV gegen ambitionierte Moringer in der neuen Saison an. Ein Sieg, so ­HSV-Trainer Heinz Eickelen, „den wir erhofft, in dieser Höhe aber nicht erwartet haben.“ Es war ein Sieg indes, den sich die Warberger verdient haben. Denn mit Ausnahme der ersten Viertelstunde, aus der der HSV mit einem 7:9-Rückstand ging, kontrollierten die Gastgeber Ball, Tempo und Gegner fast nach Belieben.

Trumpfkarte im Warberger Spiel war das Tempo, das das Team an den Tag legte. Für die handballerisch wahrlich nicht schlechten Moringer war das phasenweise ein Gang zu hoch. Die Wende gaben die Warberger dem Spiel zwischen der 17. und 21. Minute, als sie den 7:9-Rückstand in eine 11:9-Führung drehten. Weitere Trümpfe der Warberger waren in Durchgang zwei Torhüter Christian Rüger, an dem die Bälle nur so abprallten, sowie Felix Schmidt, der aus dem Rückraum sieben seiner acht Versuche im Moringer Tornetz unterbrachte. Nach 55 Minuten war die Warberger Dominanz deutlich im Ergebnis ablesbar. Nach Sebastian Feigs Strafwurftor lagen beim 28:18 erstmals zehn Treffer Differenz zwischen beiden Teams.

SG Zweidorf/Bortfeld – HG Elm 26:23 (11:12). Die HG legte beim amtierenden Vizemeister einen ganz starken Auftritt hin, stand am Ende dennoch mit leeren Händen da. Wirklich Trübsal blies im Lager der HG indes niemand. Die Mannschaft von Trainer Rene Libbe, im Saisonauftaktspiel vor einem Jahr an gleichen Stelle mit 20:40 hoffnungslos unterlegen, lieferte dieses Mal eine taktische und kämpferische Meisterleistung ab. „Ich habe meinen Jungs nach dem Spiel gesagt, dass sie die Halle mit erhobenen Köpfen und breiten Schultern verlassen sollen“, sagte Libbe. „Wir waren auf Augenhöhe mit dem Vizemeister, und wer weiß, was passiert wäre, wenn dieses Spiel in unserer Halle stattgefunden hätte.“ Mit hoher Laufbereitschaft und wenig Scheu in den Zweikämpfen gaben die HG-Spieler den Zweidorfern Rätsel auf, für die sie kaum Lösungen fanden. „Ich muss allen unseren 14 Spielern ein Lob aussprechen“, betonte Libbe. Lange ließ sich die HG nicht abschütteln. Dass es nicht zu Zählbarem reichte, lag laut Libbe daran, „dass wir uns in den letzten Minuten ein paar Fehler zu viel erlaubt haben.“

VfL Lehre – HSG Langelsheim/Astfeld 37:24 (20:12). Der VfL ist nach dem Kantersieg erster Tabellenführer der jungen Saison. Den Auftaktsieg wird in Lehre indes niemand überbewerten, denn die Gäste vom Harzrand, Schlusslicht der vergangenen Landesliga-Saison, gehören nur aufgrund des Rückzugs anderer Teams weiter der Landesliga Braunschweig an. Die Lehrschen benötigten einige Minuten, um ins Spiel zu finden. Den 5:7-Rückstand (10.) drehte die Mannschaft mit viel Tempo und großer Ballsicherheit bis zur 23. Minute in eine 18:8-Führung. Der Widerstand der Gäste war früh gebrochen. „Schade, dass wir in der zweiten Halbzeit viele Chancen liegenlassen haben“, sagte Lehres Trainer Kai-Olaf Reinemann. „Der Sieg hätte klarer ausfallen können.“

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