7. Juli 2018
Sport

Krienke: „Es war ein friedliches, familiäres Fußballfest“

Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig trennt sich im Schöninger Elmstadion vor 1700 Zuschauern 1:1 vom dänischen Team Vejle BK

Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig spielte in Schöningen gegen Vejle BK. regios24/Trommler

Schöningen. Rund 1700 Zuschauer sahen im Schöninger Elmstadion eine flotte Partie über 120 Minuten, in der Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig gegen den dänischen Erstliga-Aufsteiger Vejle BK lange sogar das bessere Team war. Der Führungstreffer durch Yari Otto wurde von den Dänen aber noch zum 1:1 ausgeglichen.

Schrecksekunde für die Gäste aus Dänemark vor dem Spiel: Der Mannschaftsbus hatte die falsche Einfahrt zum Stadion genommen und war mit dem Heck aufgesetzt. Da die Antriebsräder in der Luft hingen, ging nichts mehr. Die Schöninger Freiwillige Feuerwehr erwies sich als Retter in der Not und bekam den Bus wieder frei. Etwa ein Dutzend BK-Fans hatten die lange Fahrt von Vejle nach Schöningen (rund 500 Kilometer) auf sich genommen, um ihre Mannschaft im Spiel gegen die Eintracht lautstark, fair und friedlich zu unterstützen.

Eintrachts Manager Marc Arnold war nicht nur mit dem Spiel, sondern auch mit den äußeren Umständen sehr zufrieden: „Die Rahmenbedingungen waren top. Eine gute Organisation, ein schönes Stadion, der Platz in einem guten Zustand, 1700 Zuschauer bei strahlendem Sonnenschein. Mit dem Spiel können wir auch sehr zufrieden sein, denn unsere Mannschaft hat gegen einen ansprechenden Gegner eine gute Leistung abgerufen.“
Da gerade die Fußball-WM stattfindet, hatte Organisator Stephan Krienke mit bestenfalls 1300 Zuschauern gerechnet. Doch der Sonnenschein und wohl auch das frühe Ausscheiden der deutschen Mannschaft hatten für einen unerwarteten Andrang gesorgt. Auch 10 Minuten nach Anpfiff gab es noch eine lange Warteschlange vor dem Kassenhäuschen. Am Ende freuten sich alle Beteiligten über 1700 Zuschauer.

„Es war ein friedliches, familiäres Fußballfest ohne besondere Vorkommnisse. Wir sind sehr froh, dass alles so gut geklappt hat“, fasste Krienke anschließend zusammen.
Ursprünglich wollten die Dänen nach dem Spiel noch mit der Eintracht-Elf gemeinsam zu Abend essen, doch dann überlegten sie es sich anders und wollten doch lieber die Heimreise antreten. Zur Verpflegung bestellte Organisator Krienke kurzerhand 40 Pizzen.
Erst am Vormittag hatte Krienke mit Eintrachts Team-Manager Holm Stelzer eine Versteigerung eines von allen Spielern signierten Eintracht-Trikots zugunsten des Braunschweiger Kinder-Hospizes abgesprochen.
Henning Siggelkow aus Braunschweig, laut eigener Aussage „seit einer Ewigkeit ein bekennender Eintracht-Fan“, bot den höchsten Betrag für das Trikot und durfte es mit nach Hause nehmen.

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